Ermittlern aus Bamberg und Augsburg ist ein Schlag gegen mutmaßliche Betreiber von Fakeshops gelungen. Wie die Polizei mitteilt, wurde ein 62-jähriger Deutscher festgenommen, der für mehr als 140 betrügerische Online-Shops verantwortlich gewesen sein soll.
Über die Seiten sollen seit 2023 rund 8.000 Bestellungen abgewickelt worden sein – ohne dass die Kunden ihre Ware erhielten. Der Schaden liegt nach bisherigen Erkenntnissen im mittleren sechsstelligen Bereich. Die Ermittlungen liefen bei der Zentralstelle Cybercrime Bayern und der Kripo Augsburg. Dem Mann wird gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Er soll auf den Philippinen gelebt und seine digitalen Spuren gezielt verschleiert haben. Im März 2025 wurde er dort wegen eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsrecht festgenommen und Ende April nach Deutschland abgeschoben. Aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Bamberg sitzt der 62-Jährige inzwischen in Untersuchungshaft.
Sichergestellte IT-Geräte werden derzeit ausgewertet. Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Beteiligten dauern an.