Lärm im «Hexenkessel»

Scharfe Vorschriften sollen Elefantentreffen retten

24. Januar 2026 , 13:37 Uhr

Das Elefantentreffen im Bayerischen Wald soll für Motorradfahrer ein Vergnügen im Schnee sein. Die Veranstalter fürchten wegen lärmender Besucher um die Zukunft des Motorradfestivals.

Nach Unfällen und Beschwerden im vergangenen Jahr will der Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM) sein bevorstehendes Elefantentreffen im Bayerischen Wald mit scharfen Vorschriften für die Teilnehmer retten. «Es gibt beim Elefantentreffen keinen rechtsfreien Raum», warnt der Verband potenzielle Unruhestifter auf seiner Webseite. 

Die winterliche Veranstaltung in Thurmansbang nördlich von Passau gibt es seit bald siebzig Jahren, sie zieht alljährlich mehrere tausend Motorradfahrer an. 

Die Unruhe auf dem Gelände habe in den vergangenen Jahren wieder stetig zugenommen und 2025 ein «nicht mehr akzeptables Maß» erreicht, heißt es auf der BVDM-Webseite. Zuvor berichtete die «Passauer Neue Presse».

Nachtruhe und weitgehendes Fahrverbot auf dem Festgelände

Das Elefantentreffen findet heuer zum 68. Mal statt, vom 29. Januar bis 1. Februar. Die Teilnehmer dürfen auf dem Festgelände im «Hexenkessel» nur noch zu Fuß unterwegs sein, lediglich An- und Abreise sind mit dem Motorrad erlaubt – mit Tempolimit von sieben Stundenkilometern auf dem Platz. Es gelten Helmpflicht und Alkoholverbot am Lenker. 

Von Mitternacht bis sieben Uhr morgens gebe es eine strikte Nachtruhe, weder Motoren noch Motorsägen dürfen gestartet werden. «Im Falle der Missachtung hat der BVDM keine Aussicht mehr auf eine Genehmigung der Veranstaltung durch die Behörden», warnt der Verband die Besucher. 

Im vergangenen Jahr waren mehr als 4.000 Teilnehmer angereist, es gab zwei Unfälle auf dem Gelände – in einem Fall fuhr ein Teilnehmer in eine Fußgängergruppe und verletzte einen 61-Jährigen, im anderen überschlug sich ein 30-Jähriger mit seiner Maschine. Die Beschwerden über Lärm kamen laut BVDM nicht nur von Anwohnern, sondern auch von Teilnehmern.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

23.01.2026 Missbrauchsverdacht und Behandlungsverbot gegen Gynäkologen Polizisten durchsuchen eine Praxis in Niederbayern. Der Verdacht: Ein Arzt soll Patientinnen sexuell missbraucht haben. Was zu den Vorwürfen bislang bekannt ist. 23.01.2026 Nach Hangrutsch - Behörden geben leichte Entwarnung Nach einem Murenabgang stuft ein Experte den betroffenen Hang als stabil ein - trotzdem gelten weiterhin Vorsichtsmaßnahmen. Bewohner dürfen noch nicht in ihre Häuser zurück. 22.01.2026 Dritter Verdächtiger nach Anschlagsplan abgeschoben Im Dezember hatte die Polizei fünf Männer festgenommen, weil sie im Verdacht standen, mit einem Auto einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Niederbayern geplant zu haben. 22.01.2026 Herzinfarkt am Steuer - Fahrer wird reanimiert Ein 81-Jähriger erleidet während der Fahrt einen Herzinfarkt und gerät mit seinem Wagen in den Gegenverkehr. Ein anderer Autofahrer greift ein und schafft es, den alten Mann wiederzubeleben.