Freude an der Arbeit

Ruhestand für John Irving? «Empfinde ich als Beleidigung»

07. Januar 2026 , 11:48 Uhr

Keine Ruhe mit 83: Autor John Irving plant, bis zu seinem Tod zu schreiben. Von dem hat er auch schon eine Wunsch-Vorstellung.

Mit 83 Jahren denkt Bestsellerautor John Irving nicht ans Aufhören. «Manchmal fragen mich Leute, ob ich plane, in den Ruhestand zu gehen. Das empfinde ich als Beleidigung», sagte er in der deutschen Ausgabe des «Playboy». Am glücklichsten wäre er, «wenn ich an meinem Schreibtisch sterbe», fügte er scherzhaft hinzu.

Das hätte aus seiner Sicht auch praktische Vorteile, denn «dann wäre ich auch angemessen angezogen», sagte der «Garp und wie er die Welt sah»-Autor. «Meinem Assistenten und meiner Familie wäre es nicht unangenehm, mich zu entsorgen.» Zudem wäre er an einem vertrauten Ort, den seine Angehörigen mit ihm verbänden.

Scharfe Kritik an USA-Politik

Schreiben sei für ihn bis heute keine Last, da er sich ein ideales Arbeitsmodell geschaffen habe: «Die längsten, kompliziertesten Bücher habe ich alle schon in früheren Jahren verfasst, und die einfacheren habe ich mir für den Schluss aufgehoben.»

Irving hat mehr als ein Dutzend Romane geschrieben und gewann für «Gottes Werk und Teufels Beitrag» einen Drehbuch-Oscar. Von vielen wurde er als «großer amerikanische Autor» gefeiert. Dabei distanzierte sich der in Kanada lebende Irving zunehmend von seinem Herkunftsland und kritisierte die Politik von US-Präsident Donald Trump.

Im Playboy sagte er, sein Geburtsland habe «wieder den Rückwärtsgang eingelegt», auch was die Akzeptanz sexueller Diversität angeht.«Es gibt jetzt viel mehr sexuelle Bigotterie, was an dem Faschisten liegt, der derzeit im Weißen Haus sitzt.»

Quelle: dpa

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