Ein Regionalzug mit 132 Fahrgästen ist bei Manching an einem beschrankten Bahnübergang mit einem Auto kollidiert. Die Feuerwehr musste den Fahrer aus dem auf der Seite liegenden Wagen befreien. Das Auto sei zerstört, der Mann aber nach dem ersten Eindruck ohne schwere Verletzungen davongekommen, sagte Polizeisprecher Andreas Aichele. «Da hatten ein paar Schutzengel Zeit, die sich alle gemeinsam um den Mann gekümmert haben.»
Am Abend teilte die Polizei mit, der 65-Jährige sei leicht verletzt. Er wurde per Rettungshubschrauber in ein Klinikum gebracht. Die Bahnstrecke sowie die querende Kreisstraße waren rund fünfeinhalb Stunden vollständig gesperrt.
Unklar sei, wie das Fahrzeug am Nachmittag hinter die Schranke kam. Ein Gutachter sei vor Ort, um den Unfall zu rekonstruieren. Nach ersten Erkenntnissen waren die beiden Halbschranken sowie die vier Signalleuchten des Bahnübergangs zum Unfallzeitpunkt in Betrieb, hieß es. Hinweise auf eine technische Störung der Bahnübergangsanlage lägen derzeit nicht vor. Gegen den Pkw-Fahrer wird wegen des gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr ermittelt
Der Regionalzug auf der Strecke von Ingolstadt nach Regensburg sei etwa 120 Stundenkilometer schnell gewesen. Der Fahrer hätte vermutlich wenig Überlebenschancen gehabt, wenn der Wagen voll erfasst worden wäre, hieß es weiter.
Die Fahrgäste in dem Zug blieben nach ersten Erkenntnissen unverletzt. Noch mehr Glück im Unglück in der Hitze: Die Klimaanlage im Zug funktionierte auch nach dem Unfall, die Fahrgäste mussten noch ungefähr eineinhalb Stunden im Zug bleiben. Die Feuerwehr versorgte sie mit Getränken. Sie wurden mit Bussen zum nächsten Bahnhof gebracht.
Quelle: dpa