Drohnenhersteller

Quantum Systems wirbt über eine Milliarde Dollar ein

02. Juli 2026 , 13:12 Uhr

Mit einer Milliarden-Finanzierung will Quantum Systems seine Drohnen weiterentwickeln. Die Unternehmensbewertung hat sich laut Vorstand auf acht Milliarden Dollar verdoppelt.

Der im Zuge des Ukraine-Kriegs bekanntgewordene deutsche Drohnenhersteller Quantum Systems hat im Zuge seiner bislang mit Abstand größten Finanzierungsrunde 1,2 Milliarden Dollar eingeworben. Das ist mehr Geld als zuvor in den elf Jahren seit der Gründung des Start-ups 2015. Das Geld soll vorrangig in die technische Entwicklung fließen, mit einem Schwerpunkt auf der «Mosaic» getauften die Steuerungssoftware für unbemannte Systeme. Die Bewertung des im Münchner Vorort Gilching ansässigen Unternehmens hat sich nach Angaben des Vorstands bei einer Videopressekonferenz nunmehr auf acht Milliarden Dollar verdoppelt. 

«Stolzer Moment»

Gründer und Co-Vorstandschef Florian Seibel nannte das einen «stolzen Moment für uns», der zeige, dass nicht nur US-Unternehmen derart große Summen einwerben könnten. Quantum Systems stellt sowohl militärisch als auch zivil nutzbare Drohnen für Luft und Land her, erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 300 Millionen Euro und ist nach Unternehmensangaben profitabel. Eingesetzt werden Quantum-Drohnen unter anderem von den ukrainischen Streitkräften im Abwehrkrieg gegen Russland. In der Entwicklung sind derzeit auch Über- und Unterwasserdrohnen.

Quantum Systems soll eines Tages 100 Milliarden Dollar wert sein

Insgesamt hat das Unternehmen nach Angaben von Finanzvorstand Jonas Jarosch seit seiner Gründung zwei Milliarden Dollar Investorengeld eingeworben. Co-Chef Seibel ließ offen, ob Quantum Systems einen Börsengang anstrebt. Der Quantum-Gründer will den Einstieg in weitere Technologiefelder wie die Robotik prüfen und verfolgt extrem ehrgeizige Pläne: Quantum sei eines der wenigen Start-ups, «aus dem hoffentlich eines Tages ein deutsches, ein europäisches 100-Milliarden-Dollar-Unternehmen werden kann», sagte der frühere Bundeswehroffizier und Hubschrauberpilot.

Quelle: dpa

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