Heute beginnt vor dem Landgericht Bamberg der Prozess gegen einen 42-jährigen mit israelischer und portugiesischer Staatsangehörigkeit. Ihm werden banden- und gewerbsmäßiger Betrug in sechs Fällen vorgeworfen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte zwischen Februar 2017 und März 2021 Teil einer größeren Tätergruppierung gewesen sein. Über mehrere Callcenter hätten die Beschuldigten Menschen aus dem deutschsprachigen Raum dazu gebracht, Geld in angebliche Trading-Plattformen zu investieren – mit dem Versprechen hoher Gewinne. Tatsächlich sei das Geld von Anfang an zur Bereicherung der Täter vorgesehen gewesen. Dem Angeklagten wird eine Führungsrolle innerhalb der Gruppe zugeschrieben. Er soll für die technischen Abläufe, die Finanzen und die Gewinnverteilung verantwortlich gewesen sein und einer der Hauptprofiteure gewesen sein. Insgesamt sollen durch die Machenschaften und fünf Millionen Euro Schaden entstanden sein.