Rotlichtmilieu

Prostituierte soll Priester erpresst haben – Prozess beginnt

15. Juni 2026 , 17:30 Uhr

Drei Männer, ein Saunaclub und dreiste Forderungen: Wie eine 30-Jährige angeblich mit Lügen und pikanten Fotos fast 350.000 Euro erbeutet haben soll.

Mit Lügen über ihre angeblichen Geld- und Gesundheitsprobleme soll eine Prostituierte in Würzburg drei Männer um knapp 350.000 Euro gebracht haben. Darunter ist auch ein Priester im Ruhestand, der früher im Bistum Würzburg arbeitete und jahrelang Kunde der Angeklagten gewesen sein soll. Von heute (09.00 Uhr) an steht die 30-Jährige vor dem Landgericht Würzburg. 

Die Staatsanwaltschaft wirft ihr nach Gerichtsangaben Betrug, Erpressung und die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen vor. Für das Verfahren sind drei Verhandlungstage bis zum 25. Juni angesetzt. Der angeblich geprellte Priester soll bereits am ersten Prozesstag als Zeuge gehört werden.

Angeblich mit Nacktbildern erpresst

Die Ermittler gehen davon aus, dass der ehemalige Pfarrer die Frau vor zehn Jahren in einem Saunaclub in Würzburg kennenlernte. Trickreich soll die 30-Jährige den Mann um mindestens 255.000 Euro gebracht haben, unter anderem durch die Drohung, Nacktbilder von ihm zu veröffentlichen.

Auch zwei andere Männer, die die Angeklagte in dem Saunaclub getroffen haben soll, sollen von ihr um viel Geld gebracht worden sein. Die Frau wurde Ende Oktober 2025 festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

14.06.2026 Zehn Jahre nach Brückeneinsturz immer noch Verfahren Nahezu täglich wird an Deutschlands Autobahnen gearbeitet. Bei Schweinfurt betonieren Arbeiter im Juni 2016 eine Brücke, als das Traggerüst plötzlich nachgibt. Etliche Männer stürzen in die Tiefe. 02.06.2026 Angst und Alpträume nach Axtangriff in ICE - Prozessbeginn Dramatische Szenen in einem ICE in Niederbayern: Mehrere Fahrgäste werden von einem Mann mit einer Axt angegriffen. Nun steht der Beschuldigte in Regensburg vor Gericht. 28.05.2026 Freundin getötet - Haftbefehl gegen Seniorin aufgehoben Im Streit erschlägt eine hochbetagte Frau ihre Freundin mit einem Kochtopf. Sie wird zu vielen Jahren Haft verurteilt. Kurz vor Rechtskraft wird der Haftbefehl aufgehoben. Was geschieht nun? 28.05.2026 Brand im Supermarkt gelegt: Neun Jahre Haft für Betreiber Ein Supermarktbesitzer soll im eigenen Laden Feuer gelegt haben. Er bekam dafür eine lange Haftstrafe. Dagegen wehrte er sich. Wie das Gericht nun entschieden hat.