Der britische Prinz Harry (41) hat der zivilen Opfer russischer Kriegsverbrechen im ukrainischen Butscha gedacht. Das teilte die Minenräumungsorganisation Halo Trust mit, die nach eigenen Angaben die Umgebung des einst schwer verminten Orts weitgehend von Sprengsätzen befreit hat. Harry besuchte demnach einen Gedenkort in Butscha.
Der jüngere Sohn von König Charles III. (77) war am Donnerstag überraschend in der Ukraine eingetroffen. Bei einer Rede in Kiew hatte er die Kriegsführung Russlands scharf kritisiert und Russlands Präsidenten aufgefordert, den Krieg zu beenden.
Die Kleinstadt Butscha nordwestlich von Kiew war in den ersten Kriegstagen im Februar 2022 von russischen Truppen besetzt worden. Nach der Befreiung durch ukrainische Streitkräfte Ende März wurden in den Straßen getötete Zivilisten gefunden – manche mit gefesselten Händen.
Bei seinem Besuch in Butscha testete Harry auch neueste Technologie im Kampf gegen Landminen. Der britische Royal steuerte dazu eine KI-unterstütze Drohne zum Aufspüren von Landminen und lenkte Roboter, mit denen die gefährlichen Sprengkörper ausgegraben werden können, wie aus der Halo-Mitteilung hervorgeht.
Harrys Mutter Prinzessin Diana hatte 1997 Schlagzeilen gemacht, als sie mit Schutzkleidung durch ein von der Organisation Halo Trust geräumtes Minenfeld in Angola marschierte.
«Als meine Mutter vor beinahe 30 Jahren Angola besuchte, machten Minenräumer ihre Arbeit auf Händen und Füßen, um unexplodierte Sprengkörper auszugraben», sagte Harry der Mitteilung zufolge. Er fügte hinzu: «Das ist nicht nur Fortschritt, das rettet Leben!».
Quelle: dpa