Brisante Aussagen

Preuß schließt Biathlon-Karriereende nach Olympia nicht aus

25. Januar 2026 , 20:42 Uhr

Franziska Preuß fokussiert sich voll auf die Olympischen Winterspiele in Italien. Womöglich tritt die Biathlon-Weltmeister danach zurück.

Biathlon-Weltmeisterin Franziska Preuß schließt ein Karriereende direkt nach den Olympischen Winterspielen im Februar nicht aus. «Vielleicht waren es meine letzten Weltcup-Rennen», sagte die 31 Jahre alte Gesamtweltcup-Siegerin nach den Wettkämpfen im tschechischen Nove Mesto in einem «Sportschau»-Interview. «Deswegen war ich froh, dass ich noch einmal hier war.» Bei den Rennen hatte sie die Plätze drei im verkürzten Einzel und 13 im Massenstart belegt.

Auf die Aussagen der besten deutschen Skijägerin angesprochen, reagierte Sportdirektor Felix Bitterling vom Deutschen Skiverband gelassen. «Man muss das im Kontext sehen. Franzi hatte einen Wettkampf, mit dem sie nicht zufrieden ist, den sie sich sicher anders vorgestellt hat», sagte er nach dem Massenstart. «Man muss die Situation sehen: Die Franzi hat klar Olympia als ihr wirklich letztes Karriereziel ausgegeben, um dort eine Einzelmedaille zu gewinnen.» 

Sportdirektor mahnt zur Ruhe

Diesbezüglich sei Preuß auch aufgrund der gezeigten Leistungen bei der Olympia-Generalprobe auf einem guten Weg, meinte Bitterling. «Dass die Franzi jetzt nicht mehr darum läuft, Zehnte im Gesamtweltcup zu werden, das dürfte auch jedem bewusst sein. Aber jetzt schauen wir mal, wie es in Antholz läuft», sagte der Funktionär, der den DSV selbst nach dieser Saison verlassen wird. «Ich denke, dass das auch davon abhängig ist, wie dann die Stimmung in Antholz und nach Antholz ist. Ich würde jetzt erstmal zur Ruhe mahnen.»

Bei den Olympischen Spielen gewann Preuß bislang eine Bronzemedaille mit der Staffel. Am 8. Februar beginnen in Italien die Biathlon-Wettkämpfe. Nach den Winterspielen stehen bis zum Saisonende Ende März für die Biathletinnen und Biathleten eigentlich noch drei Weltcups in Finnland, Estland und Norwegen auf dem Programm.

Quelle: dpa

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