Saisonfinale in Oslo

Preuß-Nachfolgerin: Jeanmonnot holt Biathlon-Gesamtweltcup

19. März 2026 , 17:40 Uhr

Schon vor den letzten beiden Saisonrennen gewinnt Lou Jeanmonnot die große Kristallkugel. Für die Französin ist es der erste Triumph im Gesamtweltcup bei den Skijägerinnen.

Biathletin Lou Jeanmonnot folgt als Gesamtweltcupsiegerin auf Franziska Preuß. Beim Saisonfinale in Norwegens Hauptstadt Oslo sicherte sich die 27-jährige Französin die große Kristallkugel durch einen sechsten Platz im Sprint erstmals in ihrer Karriere. Die Ruhpoldingerin Preuß hatte die Trophäe im vergangenen Winter in einem Herzschlagfinale am Holmenkollen noch knapp vor Jeanmonnot gewonnen.

Hanna Öberg siegt im letzten Saison-Sprint

Dieses Mal triumphierte die Doppel-Olympiasiegerin in der Gesamtwertung mit großem Vorsprung bereits vor den letzten beiden Saisonrennen am Samstag und Sonntag. Die 32 Jahre alte Preuß konnte im letzten Winter ihrer Karriere in der Gesamtwertung nicht mehr mithalten und trat direkt nach den Winterspielen im Februar in Antholz bereits zurück.

«Ich habe aus dem Kampf mit Franziska letztes Jahr viel gelernt. Ich bin sehr froh, dass es jetzt geklappt hat», sagte Jeanmonnot im ZDF. Sie machte in Norwegen einen Schießfehler und hatte im Ziel 52,0 Sekunden Rückstand auf Siegerin Hanna Öberg. Genau wie die Schwedin leisteten sich auch Lisa Vittozzi aus Italien auf Platz zwei und Elvira Öberg auf Rang drei keine Schießfehler.

Deutschland behält sechsten Startplatz

Beste Deutsche nach 7,5 Kilometern wurde Vanessa Voigt. Die Thüringerin musste einmal in die Strafrunde und kam als 16. ins Ziel. «Da war heute schon mehr drin. Der eine Fehler am Schießstand muss nicht sein», sagte Voigt.

Julia Tannheimer (2 Fehler/22. Platz), Janina Hettich-Walz (2/23.) und Selina Grotian (1/26.) hatten mit dem Ausgang des Sprints nichts zu tun. Julia Kink (1/38.) und Marlene Fichtner (1/41.) landeten noch weiter hinten, schafften aber immerhin die Qualifikation für das Verfolgungsrennen am Samstag (13.45 Uhr/ZDF und Eurosport)

Im Nationencup behauptete Deutschland trotzdem den wichtigen fünften Platz, der auch im kommenden Winter sicherstellt, dass jeweils sechs Starterinnen pro Rennen antreten dürfen. Wäre das Frauenteam im letzten für diese Wertung noch relevanten Rennen noch von Finnland auf Platz sechs verdrängt worden, hätte es künftig nur noch fünf feste deutsche Startplätze gegeben.

Quelle: dpa

 

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