Gleich vier Verstöße innerhalb weniger Stunden: Die Verkehrspolizei Bamberg hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mehrere E-Scooter- und E-Bike-Fahrer kontrolliert. Dabei kamen teils gravierende Verstöße ans Licht.
Im Bamberger Nordosten stoppten die Beamten zunächst einen 16-Jährigen, der mit einem manipulierten E-Scooter ohne Versicherungskennzeichen unterwegs war. Er missachtete eine rote Ampel und war deutlich schneller als die erlaubten 20 km/h. Einer Kontrolle versuchte er sich durch eine gefährliche Flucht zu entziehen. Dabei hätte er beinahe zwei Unfälle verursacht. Gegen ihn wird unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und ohne Versicherungsschutz ermittelt.
Kurz darauf erwischte die Polizei in derselben Gegend einen weiteren 16-Jährigen mit einem E-Scooter, der bis zu 30 km/h schnell war. Das Fahrzeug wurde sichergestellt. Auch gegen seine Mutter, die Halterin des Scooters, wird ermittelt, weil sie die Fahrt zugelassen haben soll.
Kurz vor Mitternacht kontrollierten die Beamten im Inselgebiet einen 65-Jährigen auf einem manipulierten E-Bike. Weil sich das Rad per Gasgriff auch ohne Treten fahren ließ, gilt es mindestens als Mofa. Der Fahrer hatte außerdem 1,7 Promille Alkohol im Blut. Auf ihn kommen mehrere Strafverfahren zu, unter anderem wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Der letzte Vorfall ereignete sich kurz nach Mitternacht in Bahnhofsnähe. Dort fiel ein 16-Jähriger auf, weil er mit seinem E-Scooter in Schlangenlinien über die Fahrbahn fuhr. Als die Polizei ihn kontrollieren wollte, flüchtete er zunächst mit dem Scooter, stürzte und setzte seine Flucht zu Fuß fort. Die Beamten konnten ihn schließlich festhalten. Ein Alkoholtest ergab knapp 0,8 Promille. Auch hier wurde eine Blutentnahme angeordnet. Wegen seiner deutlichen Ausfallerscheinungen muss sich der Jugendliche wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten.