Kriminalität

Polizei warnt: Betrüger nutzen Namen von Trading-Plattform

20. Januar 2026 , 15:58 Uhr

Täuschend echte E-Mails oder alarmierende SMS: Kriminelle nutzen die Verunsicherung von Anlegern gezielt aus. In Mittelfranken ist der Schaden bereits enorm.

Mit täuschend echten E-Mails, SMS und Telefonanrufen bringen Betrüger derzeit Anleger in Mittelfranken um ihr Geld – der Schaden geht laut Polizei bereits in die Hunderttausende. Betroffen seien Nutzer der Trading-Plattform Trade Republic, deren Vertrauen die Betrüger mit Hilfe des Namens erschleichen wollten, teilte die Polizei mit. Sechsmal seien die Täter zuletzt erfolgreich gewesen, die Beamten ermittelten in den bekannten Fällen.

Zuletzt seien auch im nördlichen Oberbayern mehrere Fälle von entsprechendem Betrug gemeldet worden. Der gemeldete Schaden belaufe sich bislang auf rund 50.000 Euro, teilte das Polizeipräsidium in Ingolstadt mit. 

In den vergangenen Wochen sollen die Täter E-Mails versendet und Empfänger dazu aufgefordert haben, über Links Dokumente hochzuladen oder persönliche Daten und Passwörter einzugeben. In weiteren Fällen erhielten Kunden SMS mit angeblichen Warnhinweisen zu Zahlungsaufforderungen oder gehackten Konten. 

Polizei: Plattform warnt Kunden inzwischen auch selbst

Um das Guthaben zu sichern, sollen Kunden es auf ein vermeintlich sicheres Wallet, eine Art digitalen Geldbeutel, übertragen, so die Polizei. Teilweise führten die Betrüger auch mehrstündige Telefonate mit ihren Opfern und begleiteten sie bei der Überweisung. Nach dem Geldtransfer sollte das Guthaben weitergeleitet werden und war für Kunden nicht mehr verfügbar. 

Trade Republic warnt seine Kunden demnach inzwischen vor der Masche. Das Unternehmen erklärte, dass SMS ausschließlich mit einmaligen Log-in-Codes versendet werden. Es werde niemand aufgefordert, Links anzuklicken, Telefonnummern anzurufen oder Guthaben in andere Wallets zu verschieben.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

19.01.2026 Unbekannte demolieren Ausstellung zu Menschenrechten Die Kunstwerke zu den Menschenrechten waren schon in vielen Ländern zu sehen. Was steckt hinter dem Diebstahl und Vandalismus? 11.01.2026 Mann will Streit schlichten, wird mit Schlagring attackiert Als ein Mann einen Streit zwischen zwei Jugendlichen mitbekommt, möchte er dazwischen gehen. Doch ein 15-Jähriger geht auf ihn los und schlägt ihn mit seinem Schlagring mehrfach ins Gesicht. 11.01.2026 Kontaktverbot missachtet - Polizei nimmt Gesuchten fest Mit Tritten gegen die Tür wollte ein 34-Jähriger in Nürnberg zu seiner Ex-Freundin – trotz Kontaktverbot. Es stellt sich raus, das ist nicht das Einzige, was er sich zuschulden hat kommen lassen. 09.01.2026 Mord aus Rache auf Fest? - Angeklagter schweigt vor Gericht Zahlreiche Menschen feiern und tanzen auf einem kurdischen Fest. Doch dann wird mitten in dem fröhlichen Treiben ein Mann erstochen. Für die Ermittler steht das Motiv fest.