Pendlerinnen und Pendler haben im vergangenen Jahr im Großraum München viele Stunden im Stau gestanden. Nach einer Auswertung des Verkehrsdatenanbieters TomTom waren es insgesamt rund 116 Stunden und damit etwa zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Demnach floss der Verkehr dort im Schnitt 33 Prozent langsamer, als er das bei freier Fahrt täte. In Berlin, Hamburg und Essen lag das Staulevel mit 40 beziehungsweise 39 Prozent allerdings deutlich höher.
In den Ballungsräumen und Metropolregionen führten unter anderem Pendlerverkehr aus dem Umland sowie begrenzte Kapazitäten auf den Straßen zu dauerhaftem Verkehrsdruck, heißt es von TomTom. Doch auch in mittelgroßen Städten sei eine zunehmende Verdichtung des Verkehrs zu beobachten.
Auch in und um Nürnberg zeigte sich eine angespanntere Verkehrslage. Rund um Bayerns zweitgrößte Stadt lag das durchschnittliche Staulevel im vergangenen Jahr bei fast 27 Prozent und damit gut 10 Prozent höher als im Vorjahr. 95 Stunden verbrachten die Autofahrerinnen und Autofahrer dort durchschnittlich im Stau – vier Prozent mehr als noch 2024.
In der fränkischen Metropole wirke die historisch gewachsene Stadtstruktur als verschärfend, heißt es von TomTom. Diese habe enge Straßen und wenig Ausbaumöglichkeiten, gleichzeitig sei das Verkehrsaufkommen sehr hoch.
Quelle: dpa