Getränke

Paulaner verkauft deutlich mehr Getränke

11. Februar 2026 , 13:11 Uhr

Paulaner verkauft deutlich mehr. Die Münchner Brauerei trotzt damit dem bundes- und bayernweiten Abwärtstrend der Branche.

Paulaner kann sich dem bundesweiten Abwärtstrend der Brauerei-Branche entziehen. Das Münchner Unternehmen hat vergangenes Jahr weltweit 790 Millionen Liter Getränke verkauft, wie der Mehrheitseigner Schörghuber mitteilt. Das waren rund 100 Millionen Liter – oder knapp 14 Prozent – mehr als im Jahr davor. Sowohl im In- wie im Ausland wuchs der Absatz.

«Gerade der Erfolg in unserem Heimatmarkt Deutschland freut uns besonders, da wir uns hier gegen einen seit Jahren andauernden Abwärtstrend behaupten und, anders als viele unserer Wettbewerber, positive Zahlen schreiben», sagt Paulaner-Chef Jörg Biebernick. Fast alle Sorten und Marken hätten sich positiv entwickelt – teilweise auch gegen rückläufige Marktentwicklungen. 

So auch im deutschen Biermarkt: Während dieser vergangenes Jahr um 6 Prozent schrumpfte, konnte die Paulaner Brauerei Gruppe 4,7 Prozent mehr Bier in ihrem Heimatmarkt absetzen.

Helles legt kräftig zu

Unter anderem das Münchner Hell der Kernmarke legte um 14,3 Prozent zu, die Hellbiere der Gruppe insgesamt um 7 Prozent. «Wir sind überzeugt, dass die Kategorie Hellbier beziehungsweise Lager auch in den kommenden Jahren weiterwachsen wird – ein Trend, der sich deutlich in unseren konstant steigenden Zahlen widerspiegelt», sagt Biebernick. Die Paulaner-Gruppe bezeichnet sich selbst als Marktführer im deutschen Hellbiermarkt. 

Das für die Gruppe wichtige und bekannte Weißbier lief weniger gut und wuchs inklusive alkoholfreier Varianten nur um 1,5 Prozent. Das ist aber immer noch deutlich besser als der deutsche Weißbiermarkt, der 6,3 Prozent nachgab.

Zum Wachstum trug vergangenes Jahr auch der Export bei, der um 9 Prozent zulegte. Das stärkste Wachstum gab es dabei in China mit fast einem Viertel. Insgesamt geht mehr als jeder dritte Liter Bier aus dem Unternehmen ins Ausland.

Spezi-Absatz binnen zehn Jahren verzehnfacht

Rund ein Drittel des Absatzes der Gruppe geht allerdings nicht auf Bier, sondern auf Erfrischungsgetränke zurück. Besonders bekannt ist Paulaners Spezi. Zahlen für die Entwicklung im vergangenen Jahr nannte die Brauerei nicht, in den vergangenen zehn Jahren habe sich der Spezi-Absatz allerdings verzehnfacht. «Die Nachfrage am Markt verändert sich ständig – immer mehr Konsumenten suchen nach alkoholfreien Alternativen», sagt Biebernick. Die Erfrischungsgetränke seien daher ein «strategisch besonders wichtiges Wachstumsfeld».

Quelle: dpa

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