Iran-Krieg

Omans Außenminister: Treffen zu Straße von Hormus verschoben

13. September 2026 , 23:37 Uhr

Der Iran und Oman wollten beim Treffen am Golf eine Einigung im Streit um die Straße von Hormus vorstellen. Ein Staat kündigte im Vorfeld bereits einen Boykott an. Nun wurde das Treffen ganz abgesagt.

Das für diesen Montag geplante Außenministertreffen der Staaten am Persischen Golf im Oman wurde nach Angaben aus Maskat verschoben. «Im Interesse des Konsenses wurde das für morgen in Salalah geplante regionale Treffen verschoben», teilte der omanische Außenminister Badr al-Busaidi am späten Abend auf der Plattform X mit. 

Berichten zufolge war ursprünglich geplant, dass bei dem Treffen der Iran und der Oman eine Vereinbarung im festgefahrenen Konflikt über die Straße von Hormus vorstellen wollten. 

Man setze sich weiterhin für «einen Dialog ein, der Stabilität und dauerhafte Zusammenarbeit» in der Region fördere, schrieb er weiter. Weitergehende Angaben zu Gründen und einem neuen Zeitpunkt für eine Zusammenkunft nannte al-Busaidi nicht. Ein Vertreter des iranischen Außenministeriums bestätigte, dass Teheran und Maskat aufgrund einer gemeinsamen Entscheidung und «auf Wunsch einiger Länder der Region» vereinbart hätten, das Gipfeltreffen zu verschieben, wie die iranische Nachrichtenagentur Fars mitteilte. 

Spannungen unter eingeladenen Staaten im Vorfeld 

Der Inselstaat Bahrain, der im Krieg massiven iranischen Raketenangriffen ausgesetzt war, hatte bereits im Vorfeld mitgeteilt, das Treffen zu boykottieren. Die anderen Golfstaaten seien lediglich eingeladen gewesen, um über die Einzelheiten der Vereinbarung informiert zu werden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr vor der Absage des Treffens. 

Der gut vernetzte Journalist Barak Ravid schrieb auf X unter Berufung auf einen hochrangigen Vertreter einer der Golfstaaten, dass Saudi-Arabien Änderungen am omanisch-iranischen Vorschlag bezüglich der Straße von Hormus eingereicht habe. Demnach habe Riad Bedenken geäußert, dass die vorgeschlagene Formulierung «effektiv einen neuen Status-quo in der Straße etablieren könnte, der weder für Saudi-Arabien noch für die übrigen Golfstaaten akzeptabel wäre».

Auch das gut informierte Webportal «amwaj» berichtete im Vorfeld über Spannungen unter den geladenen Staaten. Die Vereinigten Arabischen Emirate etwa wollen nicht ihren Außenminister schicken, sondern lediglich einen Staatssekretär. 

Die Straße von Hormus ist im Iran-Krieg zum zentralen Streitpunkt zwischen Teheran und Washington geworden. Vor dem Krieg lief rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung durch die Meerenge. Auch Flüssiggas und Dünger aus den Golfstaaten werden über die Route exportiert. Die Einschränkungen belasten die Weltwirtschaft und setzen US-Präsident Donald Trump unter Druck.

Quelle: dpa

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