Oberlandesgericht Bamberg bestätigt Abweisung der „Schmerzensgeldklage der Mutter von Peggy“

14. August 2025 , 14:13 Uhr

Das Oberlandesgericht Bamberg hat heute entschieden: Die Mutter der 2001 verschwundenen Peggy Knobloch soll kein Schmerzensgeld erhalten. Damit hat es in zweiter Instanz die Klage der Mutter abgewiesen. Die Mutter hatte ihre Klage auf ein Geständnis gestützt, das ein Mann 2018 gemacht hatte. Kurz später hatte er das Geständnis widerrufen. Der Sprecher des Oberlandesgerichts Bamberg Lars Müller-Mück:

„Nach den Urteilsgründen habe die Klägerin nicht nachgewiesen, dass der Beklagte den Leichnam von Peggy nach Thüringen verbracht hat. Es gebe daher keine Grundlage für ein Schmerzensgeld. Insbesondere sei das Teilgeständnis des Beklagten aus dem Ermittlungsverfahren vorliegend nicht zugrunde zu legen. Es sei in einer Drucksituation zustande gekommen, in sich widersprüchlich, zum Teil objektiv falsch und enthalte auch kein Täterwissen.“

Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht. Das Oberlandesgericht hat die Revision nicht zugelassen. Peggys Mutter könnte aber über eine sogenannte Nichtzulassungsbeschwerde dennoch ein Revisionsverfahren zum Bundesgerichtshof erreichen.

Peggy war 2001 verschwunden. Erst 15 Jahre später wurden ihre Knochen gefunden. Bis heute ist kein Täter ermittelt worden.

 

Das könnte Dich auch interessieren

15.08.2026 Klage gegen Windpark auf der Langen Meile bei Ebermannstadt Der Verein zum Schutz des Naturparks Fränkische Schweiz hat Klage gegen die Genehmigung des geplanten Windparks „Lange Meile Süd“ eingereicht. Das berichtet der Fränkische Tag. Das Landratsamt Forchheim hatte die vier Windenergieanlagen zuvor genehmigt. Nach Angaben der Stadt Ebermannstadt hat die Klage keine automatische aufschiebende Wirkung. Das bedeutet: Das Genehmigungsverfahren bleibt zunächst gültig, über die 07.08.2026 Streit um Bamberger Stadtratssitze: Verwaltungsgericht prüft Klage nach Kommunalwahl Die Bamberger Kommunalwahl beschäftigt momentan das Verwaltungsgericht Bayreuth. Wie der Fränkische Tag berichtet, hätte die SPD ursprünglich acht Stadtratssitze erhalten, doch dann kam es anders. Bei der finalen Auszählung fielen wenige Stimmen aber zugunsten des Bamberger Bürgerblocks aus, der dadurch statt einem zwei Sitze bekam. Die SPD legte Beschwerde ein, die Anfang Juni zurückgewiesen wurde. 08.04.2026 Vorwürfe zurückgewiesen: CSU-Politiker reicht Klage gegen AfD-Stadtrat ein Der Streit um einen Brief des Bamberger AfD-Stadtrates Armin Köhler an den CSU-Kreisverband Bamberg wird vor Gericht landen. Mitte März hatte Köhler in dem Brief dargelegt, dass CSU-Stadtrat Stefan Kuhn die AfD im Dezember angesprochen habe, selbst einen Oberbürgermeisterkandidaten aufzustellen, um Melanie Huml als Oberbürgermeisterin zu verhindern. Kuhn hatte dem mit Nachdruck widersprochen und anwaltliche 25.03.2026 Bamberg kämpft weiter für die "Bettensteuer" Darf der Freistaat Bayern die Bettensteuer verbieten? Diese Frage klären Bamberg, München und Günzburg nun vor dem Bundesverfassungsgericht. Die Bettensteuer ist eine Abgabe, die Gäste pro Übernachtung zahlen, um die städtischen Ausgaben zu finanzieren, ohne die Bürger zusätzlich zu belasten. Nach mehreren Niederlagen vor Gerichten geht die Stadt Bamberg damit den letzten Schritt. Oberbürgermeister Andreas