Die Handwerkskammer für Oberfranken weist eine veröffentlichte Stichwahlempfehlung im Zusammenhang mit dem Bamberger SPD-OB-Kandidaten Sebastian Niedermaier zurück. Präsident Matthias Graßmann erklärt, die Anzeige im Fränkischen Tag und weiteren Bamberger Medien sei ohne sein Wissen und ohne Zustimmung veröffentlicht worden.
Graßmann betont, von Seiten der Handwerkskammer habe es keine Wahlempfehlung gegeben – weder für Sebastian Niedermaier noch für seinen Gegenkandidaten Jonas Glüsenkamp. Die Kammer verhalte sich im Wahlkampf neutral.
Zudem fordert Graßmann von der SPD eine Klarstellung und Entschuldigung und behält sich rechtliche Schritte vor. Die Veröffentlichung habe ihn und die Handwerkskammer in Misskredit gebracht.
Ein privates Video, in dem er sich persönlich für Niedermaier ausgesprochen habe, sei ebenfalls ohne seine vorherige Freigabe veröffentlicht und später wieder gelöscht worden. Dabei habe er nach eigenen Angaben ausdrücklich klargemacht, dass er nicht in seiner Funktion als Präsident der Handwerkskammer spreche.
Sebastian Niedermaier weist die Vorwürfe zurück. Die Aussagen von Graßmann entsprächen nicht der Wahrheit, entsprechende Nachweise lägen vor. Niedermaier spricht von Verzerrungen im Endspurt des Wahlkampfs und kündigt an, seinen Wahlkampf bis zum Schluss sauber zu führen.