2. Fußball-Bundesliga

Nzingoulas Nürnberger Premiere - Pyroschaden in Braunschweig

06. April 2026 , 12:27 Uhr

Der 1. FC Nürnberg reist mit einem Punkt aus Braunschweig in die Heimat zurück. Das Abbrennen von Pyrotechnik wird den Traditionsverein einiges kosten.

Am Ende durfte sich der 1. FC Nürnberg bei seinem Torwart bedanken. Jan Reichert rettete der Mannschaft von Trainer Miroslav Klose schlussendlich einen Punkt in der 2. Fußball-Bundesliga bei Eintracht Braunschweig.

«Jan ist die ganze Saison über sehr stabil und entwickelt sich immer weiter. Du brauchst so einen Rückhalt, der immer positiv ist und die Jungs auch immer coacht. Darüber bin ich sehr glücklich», sagte Klose nach dem 1:1 (1:0) am Sonntag beim abstiegsgefährdeten Rivalen aus Niedersachsen.

«Rabby» schlägt erstmals zu

Mittelfeldspieler Rabby Nzingoula sorgte in der 17. Minute für die verdiente Club-Führung nach einem Abspielfehler von Grant-Leon Ranos. Die Leihgabe von Racing Straßburg hämmerte eine Vorlage von Mohamed Ali Zoma unter die Latte. Es war Nzingoulas Premierentreffer für die zunächst effektiven Gäste.

«Beim Tor haben wir den zweiten Ball gewonnen, hatten eine gute Dynamik und einen guten ersten Kontakt bei der Ballmitnahme. Dadurch konnte er sich die Ecke aussuchen», beschrieb Klose die Entstehung. «Ich freue mich sehr für ‚Rabby‘, dass er sich endlich mal mit einem Tor belohnt hat.»

Mehrere Stellungsfehler beim Gegentor

Nach der Pause wurde dann das Spiel mehrere Minuten unterbrochen, weil nach dem Zünden von Feuerwerkskörpern in der Nürnberger Kurve Teile des Spielfelds in dichte Rauchschwaden gehüllt waren. Das wird den Club teuer zu stehen kommen.

Direkt danach gelang den Gastgebern der vermeintliche Ausgleich per Freistoß, doch der Treffer wurde nach Entscheidung durch Videobeweis wegen einer Abseitsstellung von Jovan Mijatovic aberkannt. Nach etwas über einer Stunde traf Mijatovic aus kurzer Distanz dann vor 21.261 Zuschauern aber doch zum 1:1. Braunschweig nutzte dabei mehrere Stellungsfehler der aufgerückten Nürnberger Defensive aus. Anschließend konnte sich Schlussmann Reichert noch einige Male auszeichnen.

Der Kapitän gibt die Richtung vor

«Wir konnten läuferisch und spielerisch nicht das bringen, was wir gegen Lautern und Kiel gebracht haben», meinte Klose mit Blick auf die beiden Dreier vor der Länderspielpause. «Aber Braunschweig steht mit dem Rücken zur Wand, deshalb investieren sie alles und darum ist es auch hier nicht einfach, hier zu spielen. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir von hinten heraus fast gar nicht mehr Fußball gespielt.»

Gegen Dynamo Dresden im Heimspiel am Samstag (13.00 Uhr) sollte der 1. FC Nürnberg damit wieder anfangen. Als Tabellenachter mit 37 Zählern hat Kloses Mannschaft aber immerhin einen beruhigenden Acht-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegszone. «Wir schauen auf uns und bleiben bei uns. Wir gehen in jedes der restlichen sechs Spiele mit dem Ziel, es gewinnen zu wollen. Denn in uns steckt Potenzial und das wollen wir zeigen», sagte Kapitän Fabio Gruber.

Quelle: dpa

 

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