Kurz vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres am 1. September gibt es in Oberfranken weiterhin deutlich mehr freie Ausbildungsplätze als Bewerber. Rund 1.500 Jugendliche suchen noch eine Stelle – gleichzeitig sind mehr als 3.100 Ausbildungsplätze unbesetzt.
Besonders im Baugewerbe, im Handel, in der Logistik und im Gastgewerbe suchen Unternehmen noch Nachwuchs. Im Raum Bamberg wurden bis Ende Juli 508 Ausbildungsverträge abgeschlossen – 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotzdem sind in Stadt und Landkreis Bamberg noch hunderte Ausbildungsplätze frei.
Insgesamt wurden bei der IHK für Oberfranken rund 1.940 neue Ausbildungsverträge registriert – etwas mehr als im vergangenen Jahr. Peter Belina von der IHK für Oberfranken Bayreuth betont die guten Chancen für Jugendliche:„Entscheidend ist aber, wie viele Ausbildungsplätze gibt es in der Relation zu Bewerbern und da schaut die Situation in Oberfranken nach wie vor sehr, sehr gut aus. Auf einen Unversorgten kommen 2,1 unbesetzte Ausbildungsplätze. Die Situation ist damit deutlich besser als in Bayern und vor allem dramatisch besser als in Deutschland.“
Auch wer kurz vor dem Ausbildungsstart noch keine Stelle gefunden hat, sollte sich weiter bewerben, sagt Belina: „Auch nach dem Beginn des Ausbildungsjahres am 1. September nehmen die Unternehmen noch Neueinstellungen vor, oft bis in den Dezember und darüber hinaus. Also auf jeden Fall bewerben. Wenn es mit dem Traumberuf nicht klappt, dann vielleicht auch mal einen verwandten Beruf anschauen. Wie gesagt, es gibt 170 Ausbildungsberufe und da ist bestimmt für jeden was dabei.“
Die IHK macht unter anderem die angespannte Wirtschaftslage und den demografischen Wandel für die schwierige Situation verantwortlich. Für Bewerber bleibt die Lage in Oberfranken dennoch vergleichsweise gut: Auf einen Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz kommen 2,1 freie Ausbildungsstellen.