Kriegsfunde

Niedrigwasser der Donau gibt tote Wehrmachtssoldaten frei

07. August 2026 , 15:39 Uhr

Der Rekord-Tiefstand der Donau setzt historische Funde frei. Was erwartet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge noch?

Das Niedrigwasser der Donau hat in Budapest die Überreste von zwei Wehrmachtssoldaten, ein Motorrad und eine Tellermine freigegeben. Mitarbeiter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hätten die Gebeine der Soldaten exhumiert, teilte der Volksbund mit. Wegen der entdeckten Tellermine 35 zur Panzerabwehr sei auch der Kampfmittelräumdienst im Einsatz gewesen.

«Der Volksbund rechnet damit, dass auch aus Schiffswracks, die derzeit aus Flüssen auftauchen, Kriegstote zu bergen sein könnten», heißt es in einer Mitteilung. Das Motorrad und zwei entdeckte Erkennungsmarken seien gut erhalten, weil der Hafenschlamm mit Gasöl vermischt sei. 

Hitze und Trockenheit führten zu einem Rekord-Tiefstand der Donau. Dieser hat auch den Verkehr der Flusskreuzfahrtschiffe auf dem Budapester Abschnitt des Stromes zum Erliegen gebracht.

Quelle: dpa

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