Nach Angriff in Berlin

«Nicht einschüchtern lassen» - CSD in Mühldorf findet statt

26. Juli 2026 , 10:54 Uhr

Der Angriff in Berlin zeige genau, warum CSDs weiterhin nötig seinen, sagen die Veranstalter.

Der für den Nachmittag geplante CSD im oberbayerischen Mühldorf findet trotz des Angriffs am Rande des CSDs in Berlin statt. «Gerade nach so einem schrecklichen Ereignis ist es umso wichtiger, uns nicht einschüchtern oder verdrängen zu lassen», erklärten die Veranstalter. 

Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen werde es nicht geben – man habe bereits jetzt ein umfangreiches Sicherheitskonzept. Auch von der Polizei hieß es am Sonntagmorgen, dass die Veranstaltung wie geplant stattfinde. 

Genau deshalb mache man CSD

In einem Statement auf Instagram sprachen die Mühldorfer Veranstalter den Verletzten und den Freuden und Verwandten der Verstorbenen ihr «tiefes Mitgefühl» aus. Man werde aber alles tun, damit die Veranstaltung in Mühldorf trotzdem sicher und sichtbar stattfinden könne. «Denn genau solche Taten zeigen, warum CSD immer noch nötig ist.» Genau wegen solcher Taten und Anfeindungen, denen queere Menschen in der Gesellschaft noch immer ausgesetzt seien, mache man CSD.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

26.07.2026 Tote und Verletzte beim CSD - Was wir wissen und was nicht Hunderttausende feierten friedlich - dann nahm der Christopher Street Day in Berlin ein jähes Ende. Eine Frau stirbt, weitere Menschen werden verletzt. Was bisher bekannt ist. 26.07.2026 Angriff beim CSD in Berlin - Polizei sucht weiter nach Täter Dramatische Szenen am Ende eines bunten Festes: Am Rande des CSD in Berlin fährt ein Fahrzeug in die Menge. Eine Frau stirbt, viele werden verletzt. Nach dem mutmaßlichen Täter wird weiter gefahndet. 22.07.2026 Zehn Jahre nach Münchner Anschlag: Die Wut trauernder Eltern Zehn Jahre nach dem rassistischen Anschlag im Olympia-Einkaufszentrum bleibt der Schmerz: Was Sibel und Hasan Leyla heute fühlen und welches Versprechen sie ihrem getöteten Sohn Can gegeben haben. 20.07.2026 Nach Messerattacke in Schongau: Mädchen aus Klinik entlassen Nach dem Messerangriff an einer Schule in Schongau gibt es zumindest eine gute Nachricht: Ein Opfer konnte das Krankenhaus verlassen. Die Ermittlungen richten sich weiter gegen einen 16-Jährigen.