Vierschanzentournee

«Nicht die beste Art»: Geiger spricht über Betrugsvorwürfe

01. Januar 2026 , 05:40 Uhr

Vor weniger als einem Jahr erschütterte Norwegens Anzug-Skandal das Skispringen. Nun erheben Medien in Skandinavien selbst Vorwürfe - und stoßen damit auf Unverständnis.

Deutschlands Skispringer Karl Geiger hat genervt auf die jüngsten Betrugsvorwürfe von norwegischen Medien bei der Vierschanzentournee reagiert. «Es ist ein schlechtes Zeichen, wenn man selbst betrogen hat und das dann anderen unterstellt. Das ist nicht unbedingt die beste menschliche Art. Das gehört sich einfach nicht», sagte Geiger an Silvester nach der Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen.

Norwegische Medien hatten zwischen dem ersten und zweiten Wettbewerb bei dem Traditionsevent an der Legalität der Bindung von Österreichs Springer Manuel Fettner gezweifelt. Der Weltverband Fis reagierte noch vor der Qualifikation in Garmisch auf die Vorwürfe und entkräftete diese: «Die Bindung ist seit etwa zehn Jahren in Nutzung und wurde genehmigt.»

Raimund: Denke, da ist nichts dahinter

Vor weniger als einem Jahr hatte Norwegens Mannschaft für einen Anzugskandal bei der WM in Trondheim gesorgt, als sie unerlaubt ein steifes Band in den Anzug eingenäht hatte und bei dem Betrug durch ein anonym aufgenommenes Video erwischt wurde. Mehrere Sportler, darunter Marius Lindvik und Johann André Forfang, wurden im Anschluss gesperrt, sind aber inzwischen wieder im Weltcup dabei.

Auch Deutschlands Top-Athlet Philipp Raimund hält nichts von den medial erhobenen Anschuldigungen. «Das sind die ganzen Mind Games, die während der Tournee gespielt werden. Ich persönlich denke, da ist nichts dahinter. Ich persönlich habe das schon abgehakt – ich will jetzt nicht sagen im Klo runtergespült, aber abgehakt», sagte Raimund.

Routinier Fettner sagte: «Es ist ein bisschen traurig, wenn die Medien das nicht prüfen, sondern direkt publizieren. Mich belastet es nicht, weil ich weiß ja, dass das bei mir passt.»

Quelle: dpa

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