Eishockey bei Olympia

NHL-Stars im Olympia-Kader: DEL-Topscorer bleiben zu Hause

07. Januar 2026 , 14:21 Uhr

Für viele ist es das beste deutsche Eishockey-Team, das es je gab. Für manchen ist es bitter: Bei der Kader-Nominierung sind etliche DEL-Topscorer nicht dabei. Wie der Münchner Yasin Ehliz.

Das bestmögliche deutsche Olympia-Eishockeyteam mit allen NHL-Topstars ist perfekt. Dem ersten olympischen Treffen der Weltstars aus der nordamerikanischen Liga seit 2014 sind allerdings die besten deutschen DEL-Scorer zum Opfer gefallen. 

Wenn bei den Olympischen Winterspielen in Mailand in einem Monat Weltklasse-Profis wie Leon Draisaitl, Tim Stützle, Moritz Seider oder Philipp Grubauer erstmals alle zusammen für das Nationalteam auflaufen, fehlen etliche DEB-Größen der vergangenen Jahre.

«Gradmesser für das deutsche Eishockey»

«Wir werden die beste Mannschaft aller Zeiten haben. Aber die Gegner eben auch. Es ist ein guter Gradmesser für das deutsche Eishockey», sagte Stürmer Nico Sturm von Minnesota Wild – einer von neun Nordamerika-Profis, die bei Olympia dabei sind.

Mit Daniel Fischbuch (Mannheim) und Marcel Noebels (Berlin) fehlen dagegen zwei Vize-Weltmeister von 2023. Auch die Topstürmer Leo Pförderl (Berlin) und Yasin Ehliz (München) – beide Olympia-Silbermedaillengewinner von 2018 – wurden nicht berücksichtigt.

Dafür steht mit Ex-NHL-Angreifer Tobias Rieder (München) ein prominenter Profi erstmals seit 2022 wieder im Aufgebot für ein großes Turnier. Ehliz und Teamkollege Maximilian Kastner reisen dennoch mit ins Olympia-Camp in Bozen. Sie werden zumindest die Trainingsgruppe des DEB-Teams in Vorbereitung auf das Turnier verstärken.

Risiko bei Nominierung von Wissmann

Das größte Risiko geht Bundestrainer Harold Kreis mit der Nominierung von Kai Wissmann ein, der seit Monaten wegen einer Achillessehnenverletzung fehlt. Der wichtige Verteidiger der Eisbären Berlin kann entgegen der Erwartung von Kreis bislang immer noch nicht spielen, soll aber in den nächsten Wochen in der DEL noch zum Einsatz kommen. 

Obwohl unklar ist, ob Wissmann rechtzeitig in Form kommt, empfahl der Deutsche Eishockey-Bund dem Deutschen Olympischen Sportbund, der die Nominierung offiziell am 20. Januar vornimmt, Wissmann für den Kader. «Wir sind überzeugt davon, dass die angeschlagenen Spieler noch vier, fünf Spiele bekommen, bevor wir ins Trainingslager gehen», sagte Kreis dazu. Vom 31. Januar bis 7. Februar bereitet sich das Männerteam in Bozen noch ohne die NHL-Profis auf Olympia vor.

Quelle: dpa

 

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