Nach mehr als zehnjähriger Planungs- und Bauzeit sind die Siemens-Bürostandorte im Großraum Nürnberg in einem neuen Stadtteil zusammengeführt: Mit der Eröffnung der Neubauten in Modul 8 ist der Siemens Campus Erlangen fertiggestellt. Damit sei eines der größten Transformationsprojekte in der jüngeren Siemens-Geschichte abgeschlossen, teilte das Unternehmen mit. Rund eine Milliarde Euro wurden laut Unternehmen seit 2014 in den Campus im Süden der mittelfränkischen Stadt investiert, auf dem rund 16.000 Menschen für Siemens arbeiten.
Das Projekt habe gezeigt, wie sich ein ehemaliger Forschungsstandort in ein offenes, nachhaltiges Stadtquartier und einen modernen Campus wandeln lasse. Regenerative Energien, Regenwassernutzung, Dachbegrünungen sowie intelligente Gebäudetechnik ermöglichten einen nahezu CO2-neutralen Betrieb.
Insgesamt entstanden 18 Neubauten, darunter ein Empfangs- und ein Laborgebäude. Alle operativen Geschäfte von Siemens sind demnach auf dem Campus vertreten: Hier wird geforscht, hier werden Kunden und Partner in der Region betreut, hier wird ausgebildet.
Restaurants und Geschäfte sollen den Campus zu einem Treffpunkt nicht nur für Siemens-Beschäftigte, sondern auch für alle anderen Bürger der Stadt machen. «Mit dem Siemens Campus Erlangen ist aus einer Vision Realität geworden», sagte Veronika Bienert, Finanzvorständin der Siemens AG und Sprecherin des Vorstands für die Metropolregion Nürnberg.
Mit dem im vergangenen Jahr begonnenen Bau des Siemens Technology Campus will Siemens diese Entwicklung fortsetzen, investiere weiter in den Standort Erlangen – und bestärkt sein Bekenntnis zum Standort Deutschland sowie der «Made for Germany»-Initiative. Dort will der Konzern nach eigenen Angaben bis 2030 eine halbe Milliarde Euro investieren. Zunächst entsteht bis 2027 ein Zentrum für Logistik, Service und flexible Automation, dann bis 2030 ein Zentrum für Entwicklung und Innovation für Leistungselektronik sowie weitere Produktionsflächen.
Quelle: dpa