Im Bundestag wird aktuell über strengere Regeln für E-Scooter diskutiert. Ziel ist es, Geschädigte nach Unfällen besser zu schützen und Haftungsfragen klarer zu regeln.
Laut Polizei Oberfranken hat es im vergangenen Jahr 128 Unfälle mit E-Scootern gegeben – fast 50 davon in der Region Bamberg-Forchheim. Die meisten Unfälle entstehen laut Polizei durch Fahrfehler, etwa beim Abbiegen oder durch zu hohe Geschwindigkeit. Auch Alkohol ist eine häufige Unfallursache. In dem Zusammenhang erinnert die Polizei an die Grenze von 0,5 Promille. Problematisch sind außerdem falsch abgestellte Roller, die Gehwege blockieren und so zusätzliche Gefahren verursachen.
Der Bundestag will deshalb die Haftung für Anbieter und Fahrer klarer regeln.
Ein häufiges Problem dabei: Verursacher lassen sich nicht immer ermitteln. In Oberfranken sei das allerdings oft einfacher, sagt Polizeisprecher Matthias Potzel:
„In Oberfranken sind E-Scooter überwiegend Privatfahrzeuge. Dadurch lassen sich Unfallbeteiligte über das Versicherungskennzeichen meist polizeilich problemlos ermitteln.“