Neue EU-Verpackungsregeln sorgen für Kritik bei der IHK

17. August 2026 , 10:23 Uhr

Seit vergangener Woche gelten erste verbindliche Pflichten der neuen EU-Verpackungsverordnung. Betroffen sind laut IHK für Oberfranken Bayreuth praktisch alle Unternehmen und viele Verpackungen – vom Joghurtbecher bis zum Versandkarton. Die IHK begrüßt das Ziel, warnt aber vor zusätzlicher Bürokratie und Rechtsunsicherheit. Unternehmen müssen zunächst klären, welche Rolle sie bei Verpackungen haben – etwa Hersteller, Importeur oder Vertreiber. Davon hängen die jeweiligen Pflichten ab. Besonders kleine Onlinehändler könnten durch zusätzliche Vorgaben im EU-Ausland belastet werden. Die IHK fordert deshalb eine Überarbeitung der Regeln und Erleichterungen für kleine und mittlere Unternehmen.

Wie hoch die Strafen bei Verstößen ausfallen, ist noch offen. Bis Februar 2027 müssen die EU-Staaten eigene Sanktionsregeln festlegen. Bis dahin gibt es zunächst eine Frist, um Verstöße zu beheben.

Das könnte Dich auch interessieren

11.08.2026 IHK Oberfranken: Industrie weiter unter Druck Die Industrie in Oberfranken steht weiter unter Druck. Laut dem aktuellen Energiewende-Barometer der IHK für Oberfranken Bayreuth verlagert inzwischen jedes vierte Mitgliedsunternehmen Kapazitäten ins Ausland oder plant diesen Schritt. In der Industrie ist es sogar jedes dritte Unternehmen. Als Gründe nennt die IHK unter anderem hohe Energiepreise, Bürokratie und langsame Genehmigungsverfahren. Die Kammer warnt, dass 06.07.2026 Oberfränkische Firmen sondieren den Rüstungsmarkt Die Auftragsbücher dünner, die Suche nach neuen Märkten dringender: In dieser Lage rückt für viele oberfränkische Unternehmen die Rüstungsbranche in den Blick. Die IHK für Oberfranken Bayreuth greift das Thema bei ihrer Veranstaltung „Transformation im Fokus: Chancen und Herausforderungen in der Rüstungsindustrie“ auf und liefert erste Orientierung. IHK-Präsident Dr. Michael Waasner betont im IHK-Bildungszentrum Bamberg 17.06.2026 Oberfrankens Wirtschaft macht Druck bei Digitalisierung Mehr Digitalisierung und weniger Bürokratie – das fordern die IHK für Oberfranken Bayreuth und die Wirtschaftsjunioren Oberfranken. Bei einem Treffen mit Bayerns Digitalminister Fabian Mehring ging es darum, wie Unternehmen durch digitale Verwaltungsangebote entlastet werden können. Konkret wünschen sich die Wirtschaftsvertreter, dass Behördendienste künftig möglichst nur noch digital angeboten werden und Daten nur einmal angegeben 25.03.2026 Fachkräfte weiter dringend gesucht Trotz der Krise suchen Unternehmen in Oberfranken weiter händeringend nach Arbeits- und Fachkräften. Darauf weist die IHK für Oberfranken hin. Besonders belastend: hoher Krankenstand, steigende Lohnkosten und wachsende Teilzeitquote. Seit 2019 habe Oberfranken über 15.000 Industriearbeitsplätze verloren, knapp 3.800 allein von 2024 auf 2025 – ein Alarmsignal, so die IHK. Deutschland liegt bei Krankheitstagen international