Winterwetter

Nach tödlicher Kälte: Neuer Wintersturm rollt auf USA zu

31. Januar 2026 , 19:59 Uhr

Nur Tage nach einem tödlichen Wintereinbruch droht der US-Ostküste ein weiterer Wintersturm. Ein explosiv erstarkendes Tief bringt Schnee, Orkanböen, Sturmfluten und gefährliche Kälte in den Südosten.

Während sich die US-Ostküste noch von einem tödlichen Wintereinbruch am vergangenen Wochenende erholt, bereiten sich mehrere Bundesstaaten im Südosten des Landes bereits auf einen weiteren schweren Sturm vor. Ein Tiefdruckgebiet vor der Küste soll sich nach Angaben des nationalen Wetterdienstes zu einem Bombenzyklon entwickeln – einem explosiv erstarkenden Wintersturm. Erwartet werden kräftige Schneefälle, orkanartige Böen und stellenweise stark eingeschränkte Sicht.

Besonders betroffen sein dürften demnach die Carolinas, Teile von Georgia und Virginia. In Küstenregionen von North Carolina rechnen Meteorologen nach US-Medienberichten mit Sturmfluten, gefährlich hohen Wellen und möglichen Schäden an Gebäuden. Lokal könnten Schneemengen fallen, die dort sonst in einem ganzen Jahr erreicht würden, hieß es.

Lebensgefährliche Windchill-Temperaturen

Hinter dem Sturm strömt zudem erneut arktische Kaltluft weit nach Süden. Bis Sonntagmorgen könnten Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sogar in Teilen Südfloridas auftreten – Werte, die dort laut Wetterdienst zuletzt Ende der 1980er Jahre gemessen wurden. Behörden warnen vor lebensgefährlichen Windchill-Temperaturen, also gefühlten Temperaturen, die oft deutlich unter den gemessenen Werten liegen, weil starker Wind die Wärme von der Haut abführt. Das Kälteempfinden sinkt dadurch, während gleichzeitig Unterkühlungen und Erfrierungen schneller auftreten.

Der neue Sturm folgt auf die extreme Kälte und starken Schneefälle vom vergangenen Wochenende, bei denen nach Medienberichten mindestens 85 Menschen in mehreren US-Bundesstaaten ums Leben kamen. Hunderttausende Haushalte sind vielerorts nach wie vor ohne Strom. Mehrere Bundesstaaten haben den Notstand ausgerufen oder verlängert und riefen die Bevölkerung auf, Reisen zu vermeiden und sich auf mögliche Stromausfälle vorzubereiten.

Quelle: dpa

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