Luftverkehr

Nach Panne: Flugverkehr in Griechenland stabilisiert sich

05. Januar 2026 , 09:26 Uhr

Der Totalausfall der griechischen Fluglotsenkommunikation ist auch heute noch zu spüren - an griechischen Flughäfen herrscht Hochbetrieb. Der Verkehrsminister verspricht Aufklärung.

Am Tag nach der schweren technischen Störung, die über Stunden den gesamten griechischen Luftraum lahmlegte, sind die Flughäfen des Landes wieder weitgehend im Normalbetrieb. Fluggäste müssen dennoch Strapazen auf sich nehmen. Weil am Sonntag viele Flüge ausfielen, ist das Passagieraufkommen etwa am Athener Flughafen Eleftherios Venizelos enorm, wie der Nachrichtensender ERTNews berichtete.

Derweil läuft die Suche nach der Ursache des Defekts. Im Fokus steht ein Funkmast nahe Athen, dessen Ausfall dafür gesorgt haben soll, dass die griechischen Fluglotsen im ganzen Land plötzlich weder miteinander noch mit den Piloten kommunizieren konnten. Sämtliche Flüge nach Griechenland und durch den griechischen Luftraum wurden daraufhin umgeleitet. Eine Cyberattacke oder Sabotage wurde bereits ausgeschlossen; es soll sich um einen technischen Defekt handeln.

Systeme sollen modernisiert werden

Der griechische Verkehrsminister Christos Dimas sagte dem Sender ERTNews, es habe zu keiner Zeit Gefahr für die Flugsicherheit bestanden. Die Ursachen würden untersucht und auch die Verantwortlichkeiten geklärt, um ein erneutes Auftreten des Problems zu verhindern. «Ja, es werden Köpfe rollen», sagte er.

Zur Kritik des Fluglotsenverbandes, dass die Systeme völlig veraltet sein, erklärte er: «Wir haben zwar ältere Systeme, aber sie entsprechen den europäischen Standards.» Man habe jedoch mit der EU-Kommission bereits einen konkreten Aktions- und Modernisierungsplan vereinbart, der bis 2028 umgesetzt werden solle. 

Anspruch auf Entschädigung

Sowohl Passagiere als auch Airlines hätten Anspruch auf Entschädigung für die Flugausfälle und Verspätungen, sagte der Minister weiter. Zum genauen Ablauf solcher Entschädigung äußerte er sich nicht; griechische Verbraucherschützer raten betroffenen Fluggästen, sich an ihre Fluggesellschaften zu wenden.

Quelle: dpa

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