Nach Bus-Vorfall am ZOB: Stadtwerke kündigen Fahrer fristlos

07. Mai 2026 , 12:41 Uhr

Ein Busfahrer der Stadtwerke Bamberg hat am Freitag letzter Woche einen mit Fahrgästen besetzten Bus von einem Fahrgast selbst steuern lassen. Jetzt ist klar: Nach der unverzüglichen Freistellung vom Dienst noch während des Polizeieinsatzes wird das Arbeitsverhältnis mit dem Busfahrer außerordentlich gekündigt. Der Busfahrer erhält Hausverbot bei den Stadtwerken. Weitere rechtliche Schritte gegen den Busfahrer und den Fahrgast werden eingeleitet. Das teilen die Stadtwerke aktuell mit.

Am Bamberger ZOB hatte der Busfahrer den Fahrersitzer für einen Fahrgast freigemacht. Die Fahrt war weniger als 100 Meter kurz und endete mit einem Bremsmanöver, bei dem nach aktuellem Stand der polizeilichen Ermittlungen zwei Fahrgäste leicht verletzt worden sind.
Die Stadtwerke haben noch während des Polizeieinsatzes am Freitagnachmittag den Busfahrer unverzüglich vom Dienst freigestellt. Mittlerweile ist auch juristisch geregelt, dass der Fahrer auch künftig keinen Bus der Stadtwerke Bamberg mehr steuern wird: Der Arbeitsvertrag wird fristlos und außerordentlich gekündigt. Michael Fiedeldey, Geschäftsführer der Stadtwerke Bamberg: „Ich bin zutiefst erschüttert über das Verhalten des Busfahrers. Wir tolerieren derartigen Fehlverhalten in keinster Weise. Mit seinem Verhalten hat der Busfahrer nicht nur alle Kolleginnen und Kollegen in Misskredit gebracht, die tagtäglich einen guten Job machen. Auch das Image der Stadtwerke Bamberg wurde durch derartiges gedankenloses Verhalten stark beschädigt.“

Auch der Betriebsrat der Stadtwerke Bamberg ist über das schwerwiegende vertragswidrige Verhalten des Arbeitnehmers erheblich erschüttert. Aus Sicht der Arbeitnehmervertreter ist das für die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses erforderliche Vertrauensverhältnis nachhaltig und irreparabel zerstört. Auch im Hinblick auf die Wahrung des Ansehens, der Integrität sowie des Vertrauens in die Berufsgruppe der Fahrerkolleginnen und Fahrerkollegen sei die sofortige Kündigung unausweichlich, so der Betriebsrat.

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