Der Bamberger Oberhirte äußerte sich nun auf dem Instagram-Kanal des Erzbistums.
Kreuze sollten Christen nicht von Anders- und Nichtgläubigen abgrenzen, sondern eine Einladung zu Offenheit, Dialog, Toleranz und Respekt in einer pluralen Gesellschaft sein, so der Bamberger Erzbischof. Aber wie dies in der Praxis grundsätzlich und in konkreten Einzelfällen umgesetzt und gelebt werde, hätten Politik und Justiz unter Beachtung der Religionsfreiheit zu entscheiden. Das Kreuz stehe für christliche Werte wie Nächstenliebe und solle auch an öffentlichen Orten an die christlichen Wurzeln erinnern, so Gössl.
Der Hintergrund der Debatte: zwei ehemalige Schülerinnen hatten gegen ein Kreuz an ihrem Gymnasium geklagt. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat daraufhin entschieden, dass das Kreuz ihre Religionsfreiheit verletzt und deshalb entfernt werden muss.