Verfahren gegen rechte Gröler

Nach AfD-Parteitag rechte Parolen gegrölt - Prozess

20. April 2026 , 03:30 Uhr

Nach einem AfD-Parteitag im Jahr 2024 sollen mehrere Männer rechtsgerichtete Parolen gegrölt haben - einer hat nach Überzeugung der Ermittler den Hitlergruß gezeigt. Jetzt stehen sie vor Gericht.

Sechs Männer haben sich nach dem Besuch eines AfD-Landesparteitages im mittelfränkischen Greding danebenbenommen – ab Montag stehen sie in Schwabach vor Gericht. Einer der Männer hatte nach Überzeugung der Strafverfolgungsbehörden in einer Diskothek am späten Abend nach dem Parteitag den Hitlergruß gezeigt. Fünf weitere hätten das in rechtsradikalen Kreisen inzwischen beliebte Lied des Sängers Gigi D’Agostino, «L’Amour Toujours» umgedichtet und den Refrain mit dem Text «Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!» gesungen. 

Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Strafbefehle mit Geldstrafen von bis zu 6.000 Euro an die Beschuldigten versandt – diese wurden jedoch nicht akzeptiert. Deshalb muss es nun zur öffentlichen Hauptverhandlung beim Amtsgericht Schwabach kommen. 

In der Gredinger Diskothek hatte sich nach eigenem Bekunden auch der AfD-Landtagsabgeordnete Franz Schmid befunden. Schmid gehört nicht zum Kreis der Beschuldigten. Er hatte damals auf Anfrage der dpa erklärt, im Laufe des Abends sei das Lied «L’Amour Toujours» abgespielt worden, wozu mehrere Besucher einen Text gesungen hätten, «den ich nicht zuordnen konnte». «Ich habe jedenfalls den Text „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“ nicht gesungen», sagte Schmid damals.

Quelle: dpa

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