Reality-TV

Mussolini-Enkelin gewinnt italienisches «Promi Big Brother»

20. Mai 2026 , 10:30 Uhr

Nach ihrem Abschied aus der Politik ist die Italienerin Alessandra Mussolini auch im Reality-TV unterwegs. Jetzt holt sich die Enkelin des faschistischen Diktators Benito Mussolini dort einen Sieg.

Die ehemalige italienische Abgeordnete Alessandra Mussolini hat in ihrem Heimatland die Promi-Ausgabe der Fernsehshow «Big Brother» gewonnen. Die 63 Jahre alte Enkelin des faschistischen Diktators Benito Mussolini (1883-1945) setzte sich nach mehr als 1.500 Stunden Reality-TV gegen insgesamt 15 Konkurrenten durch. 

Ihren Erfolg im Privatsender Canale 5 bejubelte sie mit den Worten: «Ich habe alles in vollen Zügen genossen, so wie ich bin. Ich bereue es nicht.» Für den Sieg bekommt sie 100.000 Euro. Davon geht die Hälfte an eine wohltätige Einrichtung.

Mussolini wurde international als Abgeordnete im Europaparlament bekannt, saß aber auch schon in beiden italienischen Parlamentskammern. Sie gehörte zunächst einer neofaschistischen, rechtsextremen Kleinstpartei an, später der Partei Forza Italia des mehrfachen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Inzwischen ist sie Mitglied der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega. Vor ihrer Politkarriere war sie als Model, Schauspielerin und Sängerin tätig. 

Platz drei in Tanzshow

Die Promi-Ausgabe von «Big Brother» – auf Italienisch: «Grande Fratello Vip» – läuft bereits seit zehn Jahren. 2020 hatte Mussolini auch schon an der TV-Tanzshow «Ballando con le stelle» (in anderen Ländern: «Dancing with the Stars» oder «Let’s Dance») teilgenommen. Dort kam sie auf Platz drei.

Die 63-Jährige ist die Tochter von Romano Mussolini, dem jüngsten Sohn des Faschisten Benito Mussolini, und dessen erster Frau Maria Scicolone, der Schwester von Filmstar Sophia Loren. Auch über Italiens Grenzen hinaus ist sie in der Vergangenheit mehrfach für Kontroversen bekanntgeworden. Von ihrem Großvater will sie sich nicht distanzieren. In einer Talkshow äußerte sich einmal homophob. Jahre später setzte sie sich dann aber für ein Gesetz ein, das homophobe Gewalt stärker unter Strafe stellt.

Quelle: dpa

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