Trockenheit

München verlängert Bewässerungsverbot nicht

30. Juli 2026 , 12:49 Uhr

Weil das Trinkwasser in München knapp zu werden drohte, erließ die Stadt eine Allgemeinverfügung zum Wassersparen. Diese endet nun.

Die bis einschließlich 1. August dauernde Allgemeinverfügung zur Wassernutzung in München wird nicht verlängert. Das teilten die Stadtwerke und Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) mit. Der Wasserverbrauch sei gesunken. Zwar dürfte es angesichts der erneuten Hitzewelle weitere Verbrauchsspitzen geben, die aber durch die anstehenden Sommerferien und einen damit verbundenen Rückgang abgefedert werden dürften, hieß es.

Aufgrund der langen Trockenheit und des hohen Wasserverbrauches hat die Stadt Mitte Juli ein Bewässerungsverbot erlassen. Das bedeutet unter anderem, dass Gartenpflanzen und Rasen nicht mehr gegossen und private Pools nicht mehr befüllt werden dürften. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.

Damals war der Wasserverbrauch in München den Angaben nach auf zeitweise mehr als 400 Millionen Liter pro Tag gestiegen – bei einem Durchschnittswert von normalerweise rund 300 Millionen Litern. Inzwischen sei der Verbrauch auf 330 Millionen Liter pro Tag gesunken, teilten die Stadtwerke (SWM) mit. 

Situation weiter angespannt

Jedoch: Die hydrologische Situation bleibe angespannt, die Grundwasserstände seien weiterhin niedrig und ein sparsamer Umgang mit Trinkwasser erforderlich. Deshalb erneuerten Stadt und Stadtwerke ihren Appell an Unternehmen und Bürger, Wasser bewusst und verantwortungsvoll zu nutzen. Die Lage werde nun beobachtet. Sollte sie sich erneut deutlich verschärfen, würden weitere Maßnahmen geprüft.

OB Krause dankte den Münchnerinnen und Münchnern, «die in den letzten Wochen mitgeholfen haben, dass aus einer angespannten Situation keine Krise geworden ist.» Auch wenn mit dem Beginn der Sommerferien und der Reisezeit der Wasserverbrauch erfahrungsgemäß sinke, bleibe der sparsame Umgang mit Trinkwasser weiter wichtig, sagte der Rathaus-Chef. «Die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit stellen nach wie vor eine Belastung für unsere Wasserversorgung dar.»

Quelle: dpa

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