Mediennutzung

Morgens ohne – Digitalminister beschränkt seinen Handykonsum

01. Januar 2026 , 07:15 Uhr

Handy am Morgen? Für den Bundesdigitalminister ein No-Go. Warum er auf bewusste Pausen setzt und «Digital Detox» in bestimmten Fällen für sinnvoll hält.

Morgens nach dem Aufwachen sofort das Handy in der Hand und abends vor dem Einschlafen als Letztes aus der Hand – wer so auf sein Smartphone fixiert ist, für den könnte vielleicht eine Selbstbeschränkung nach dem Vorbild des Bundesdigitalministers ein Vorsatz fürs neue Jahr sein.

Karsten Wildberger (CDU) legt sein Smartphone abends eine Stunde vor dem Schlafengehen beiseite und nimmt es auch morgens erst eine oder anderthalb Stunden nach dem Aufwachen wieder zur Hand, wie er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin sagte.

Sobald man ins Handy schaut, ist man fremdbestimmt

«Ich nutze die Zeit, um normal hochzufahren und Gedanken zu sortieren. Denn sobald man ins Handy schaut, ist man ja direkt wieder fremdbestimmt und bekommt Gedanken schon vorgegeben. Ich nutze die Zeit lieber, um zu denken, wie der Tag so abläuft, was die Themen sind.»

Wildberger ist nach eigener Aussage pro Tag gut vier Stunden am Handy, «aber nicht zum Rumdaddeln», sondern vor allem um berufliche Nachrichten und Mails zu beantworten. Social Media nutzt der Digitalminister wenig, um Abstand zu wahren. «Natürlich nimmt man auch Dinge auf, aber ich will mich da nicht zum Sklaven der verschiedenen Portale machen, denn dann komme ich nicht zum Arbeiten.»

«Digital Detox» (digitales Entgiften), ein Modebegriff, der einen bewussten Verzicht auf digitale Medien beschreibt, sieht er mit gemischten Gefühlen. «Es hängt davon ab, was Sie digital machen. Wenn Sie 24 Stunden Computer spielen, da würde ich dringend zu Detox raten. Wenn Sie aber zehn Stunden ein E-Book lesen oder ein Hörbuch hören, ist das wohl eher nicht schädlich», sagte Wildberger.

Quelle: dpa

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