Prozesse

Mordprozess nach tödlichen Schüssen auf dreifache Mutter

02. Februar 2026 , 03:30 Uhr

Ein 29-Jähriger steht in Augsburg vor Gericht: Er soll eine Mutter, die drei kleine Kinder hatte, aus Rache erschossen haben. Das Verfahren gilt als besonders komplex.

Nach einem Gewaltverbrechen an einer dreifachen Mutter muss sich von Montag (9.00 Uhr) an ein 29-Jähriger wegen Mordes vor dem Landgericht Augsburg verantworten. Der Mann soll die 30-Jährige am 19. Mai des vergangenen Jahres am späten Abend in deren Augsburger Wohnung mit vier Kopfschüssen getötet haben.

Auslöser der Tat soll gewesen sein, dass sich die Frau von dem Ziehvater des Angeklagten wenige Wochen vorher getrennt hatte und der 29-Jährige dies quasi rächen wollte. Der Beschuldigte selbst soll keine enge Beziehung zu der Frau gehabt haben. Der Ziehvater des Mannes hatte ihn laut Anklage allerdings wie einen Detektiv auf die Frau angesetzt, um sie auszuspionieren. Die Mutter hatte drei kleine Kinder, eines davon soll das schreckliche Geschehen in der Wohnung auch miterlebt haben.

Polizei findet mutmaßliche Tatwaffe in einem Bach

Bereits kurz nach der Tat wurde der Mann festgenommen, zunächst aber wieder freigelassen. Nach neun Tagen kam der Verdächtige dann aufgrund neuer Ermittlungsergebnisse in Untersuchungshaft, zudem wurde die mutmaßliche Tatwaffe in einem Bach sichergestellt. Die Pistole soll der Mann auf der Flucht vom Tatort weggeworfen haben.

Es ist noch unklar, ob sich der angeklagte Deutsche in dem Prozess irgendwie zu den Vorwürfen äußern wird. Die Strafkammer geht bislang jedenfalls von einem komplexen und langwierigen Verfahren aus. Das Gericht hat 20 weitere Verhandlungstage geplant, ein Urteil ist demnach erst Mitte Juni vorgesehen.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

20.01.2026 Prozess um Holocaust-Leugnung - Freispruch für AfD-Mann Ein AfD-Kreisvorsitzender wird vom Vorwurf der Volksverhetzung freigesprochen. Ausschlaggebend war, dass das Gericht keine Störung des öffentlichen Friedens erkennen kann. 02.02.2026 Gericht spricht Urteil für AfD-Politiker Halemba Das Amtsgericht Würzburg verkündet heute das Urteil gegen den AfD-Politiker Halemba. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Geldstrafe, die Verteidigung spricht von einem politisch motivierten Verfahren. 02.02.2026 Freundin betäubt und vergewaltigt? - Mordversuch angeklagt Der Fall Gisèle Pelicot, die in Frankreich von ihrem Mann betäubt und von ihm und anderen Männern vergewaltigt wurde, machte weltweit Schlagzeilen. In München wird nun ein ähnlicher Fall verhandelt. 02.02.2026 Urteil im Halemba-Prozess erwartet Im Prozess gegen den AfD-Politiker Halemba will das Amtsgericht Würzburg das Urteil sprechen. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Geldstrafe, die Verteidigung plädiert auf Freispruch.