Schauspieler schottet sich ab

Monatelang allein im Hotelzimmer: Extreme Rolle für Brody

16. Mai 2026 , 06:08 Uhr

Der zweifache Oscar-Preisträger Adrien Brody ist für seine intensiven Darstellungen in Filmen bekannt. Für eine Theaterrolle als Häftling in einer Todeszelle hat er nun drastische Schritte ergriffen.

Der zweifache Oscar-Preisträger Adrien Brody (53, «Der Brutalist», «Der Pianist») hat sich für sein Broadway-Debüt als Todeszellenhäftling für fünf Monate in einem Hotelzimmer isoliert, um sich besser in die Rolle hineinzuversetzen. «Es ist natürlich einsam», sagte der Schauspieler der US-Zeitschrift «Interview Magazine». «Aber ich spiele einen Mann, der noch viel tiefer in dieser Isolation lebte. Was ich erlebe, kratzt nur an der Oberfläche.»

In dem Stück «The Fear of 13» porträtiert er den Amerikaner Nick Yarris, der mehr als zwei Jahrzehnte unschuldig in einer Todeszelle saß. Für solche Rollen sei es notwendig, auf gewisse Annehmlichkeiten und Freiheiten zu verzichten, sagte Brody.

Noch extremer habe er das für die Rolle des jüdischen Musikers Wladyslaw Szpilman in Roman Polanskis Holocaust-Drama «Der Pianist» getan, erzählte der Schauspieler. Damals sei er aus seinem Haus ausgezogen, habe das Telefon gänzlich abgestellt, Klavier spielen gelernt und eine Hungerdiät gemacht. Zu diesem Zeitpunkt habe er keine eigene Familie gehabt, daher habe er solche Methoden anwenden können. Für seine persönlichen Beziehungen sei es aber nicht einfach gewesen, führte er aus. 

Brody ist seit Jahren mit der britischen Mode-Designerin Georgina Chapman (50) zusammen, die aus ihrer früheren Ehe mit Harvey Weinstein zwei Kinder hat. Sie hatte sich von dem Hollywood-Produzenten getrennt, nachdem 2017 Anschuldigungen gegen Weinstein wegen sexueller Übergriffe öffentlich geworden waren. 

Zwei Oscars für Brody

Brody hatte 2003 für «Der Pianist» seinen ersten Oscar als bester Hauptdarsteller gewonnen. 2025 kam für seine Rolle als jüdischer Architekt in dem Drama «Der Brutalist» die zweite Trophäe dazu. 

Das Broadway-Stück «The Fear of 13» ist noch bis Mitte Juli in New York zu sehen. Zuvor hatte die Produktion einen erfolgreichen Lauf in London.

Quelle: dpa

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