Das Innenstadt-Projekt „Mitte.Bamberg.2025“ ist nach drei Jahren zu Ende gegangen – mit einer sehr positiven Bilanz, wie die Stadt jetzt mitteilt. Oberbürgermeister Andreas Starke betonte bei der Abschlussveranstaltung, wie groß das Engagement der Bambergerinnen und Bamberger war. 18 Projekt-Duos hatten in den vergangenen Jahren Ideen für mehr Aufenthaltsqualität umgesetzt, darunter der Tanzboden am Maxplatz, ein Wandkunstwerk in den Theatergassen oder der „Platz für Musik“. Die Sparkasse Bamberg unterstützte den Innenstadtfonds mit 22.500 Euro.
Ein wichtiger Baustein war außerdem die groß angelegte Passantenfrequenzmessung: Über 40 Geschäfte stellten Sensoren auf, die anonym erfasst haben, wie viele Menschen sich wo in der Innenstadt bewegen. Die Daten sind öffentlich abrufbar – damit sei Bamberg deutschlandweit Vorreiter, so Wirtschaftsreferent Dr. Stefan Goller.
Insgesamt rund 30 Workshops hat die Wirtschaftsförderung in der Projektlaufzeit organisiert – zu Themen wie KI im Einzelhandel, Transformation der Innenstädte oder dem neuen Ladenschlussgesetz. Finanziert wurden auch Marketingmaßnahmen wie die Kampagne „BA:Innenstadt mit Gesicht“.
Bleibende Investitionen sind etwa neue Rundbänke am Grünen Markt, eine Info-Stele und moderne Klapp-Elektranten für den Weihnachtsmarkt. Um den Austausch zu verbessern, wurden mehrere Arbeitsgruppen gegründet, die auch nach Projektende weiterarbeiten.
Ein großes Thema bleibt das neue Ladenschlussgesetz: Für Bamberg gelten testweise vier lange Adventssamstage, ein verkaufsoffener Sonntag am 1. Advent und lange Donnerstage ab März 2026. Diese Testphase wird jetzt ausgewertet und soll im kommenden Jahr in einem Workshop mit Gewerbetreibenden weiter diskutiert werden. OB Starke und die Wirtschaftsförderung ziehen ein klares Fazit: Das Projekt hat den Dialog in der Innenstadt deutlich gestärkt.