Politik

Mitarbeiterin bei Protest in SPD-Zentrale leicht verletzt

23. Januar 2026 , 13:14 Uhr

Linke Aktivisten gelangen in die Büroräume und fordern ein Gespräch mit einem Abgeordneten. Die Polizei ermittelt gegen die Gruppe wegen schwerer Körperverletzung und schweren Hausfriedensbruchs.

Nach dem Protest einer Aktivistengruppe in der Zentrale der Bayern-SPD ermittelt die Kriminalpolizei wegen schwerer Körperverletzung und schweren Hausfriedensbruchs. Laut Polizei wurde eine Mitarbeiterin leicht verletzt, als die Gruppe die Tür zum Büro in München gewaltsam aufdrückte. Die Frau habe über Schmerzen am Arm geklagt.

Die 20 Aktivisten aus dem linken Spektrum hätten am Donnerstag das Büro besetzt und den Austausch mit einem SPD-Abgeordneten gefordert, sagte ein Polizeisprecher. Die Gruppe wollte nach eigenen Angaben «gegen das Schweigen der deutschen Regierung zu den Massakern in Rojava» in Syrien protestieren. 

Aktivisten melden Spontanversammlung an

Beschädigt wurde laut Polizeisprecher bei dem Protest nichts. Mehrere Streifen seien angerückt und hätten die Aktivisten nach draußen gebracht – teils auch getragen. Dort wurde nach Angaben der Polizei eine Spontanversammlung mit rund 120 Teilnehmern angemeldet. Die Polizei begleitete den Demozug bis zur Schlusskundgebung. 

Prokurdische Proteste in ganz Deutschland

Seit Tagen kommt es in vielen deutschen Städten zu prokurdischen Protesten. Der kurdische Dachverband Konföderation der Gemeinschaften Kurdistans in Deutschland ruft dazu auf, Rojava gemeinsam gegen dschihadistische Angriffe zu verteidigen. Die als Rojava bekannte kurdische Selbstverwaltung im Nordosten Syriens ist Teil des langen Strebens der Kurden nach einem eigenen Staat. Aktuell kommt es dort zu Kämpfen zwischen kurdischen Milizen und den Truppen der syrischen Übergangsregierung.

Quelle: dpa

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