Mit erneuter Auszählung nicht zufrieden: Bamberger SPD legt Beschwerde gegen Endergebnis der Stadtratswahl ein

27. März 2026 , 08:40 Uhr

Der Wahlausschuss der Stadt Bamberg hatte gestern das Endergebnis der Stadtratswahl bekanntgegeben. Nach einer erneuten Überprüfung kam es dabei zu einer Anpassung bei der Sitzverteilung, die der SPD Fraktion überhaupt nicht schmeckt. Denn der Bamberger Bürgerblock gewinnt einen Sitz dazu, während die SPD einen Sitz abgeben muss. Damit verfügt der Bürgerblock nun über zwei Sitze, die SPD über sieben. Für die SPD scheidet Philipp Dechant aus dem Stadtrat aus, während für den Bürgerblock Hans-Jürgen Eichfelder nachrückt. Hintergrund der Änderung ist ein Stimmenunterschied von rund 700 Stimmen. Insgesamt wurden 61 Einzelfälle geprüft. Die Stadt stellt klar, dass das Ergebnis rechtlich einwandfrei ist.

Dennoch hat die Bamberger SPD-Stadtratsfraktion dagegen Beschwerde bei der Regierung von Oberfranken eingelegt. Das hat der Fraktionsvorsitzende Olaf Seifert gegenüber Radio Bamberg bestätigt.

„Die SPD-Stadtratsfraktion ist insgesamt sehr zufrieden mit dem Abschneiden der SPD bei der Stadtratswahl 2026. Nicht nur konnten wir uns prozentual im Vergleich zu 2020 deutlich steigern, zusätzlich haben wir auch die Oberbürgermeisterwahl gewonnen, weshalb wir mit mindestens sieben Sitzen plus der Stimme des Oberbürgermeisters in die neue Periode gehen werden. Dennoch bedauert die SPD-Stadtratsfraktion ausdrücklich die zahlreichen organisatorischen Mängel bei der Durchführung der Stadtratswahl, sowie die Irritationen rund um die Feststellung des Endergebnisses der Stadtratswahl. Die SPD hat doch erhebliche Zweifel, ob bei der Neuauszählung in den letzten Tagen alles korrekt abgelaufen ist und hat daher Beschwerde bei der Regierung von Oberfranken eingelegt und fordert in einem ersten Schritt Einsicht in die strittigen Wahlzettel und das Protokoll des Wahlausschusses. Nach entsprechender Einsicht werden wir dann entscheiden, ob wir eine komplette Neuauszählung der Stadtratswahl fordern werden.“

Das könnte Dich auch interessieren

20.02.2026 Streit um SPD-Veranstaltung: Kritik an Rolle des Migrantenbeirats im Wahlkampf Im Bamberger Kommunalwahlkampf gibt es Streit um eine Veranstaltung der SPD. Die Partei lädt am 27. Februar zu einem interkulturellen Fastenbrechen zum Ramadan ein. Beworben wurde der Termin auch über die Social-Media-Kanäle des Migrantinnen- und Migrantenbeirats. CSU-Kreisvorsitzender Gerhard Seitz und BuB-Stadträtin Daniela Reinfelder sehen darin einen Verstoß gegen die parteipolitische Neutralität des Beirats. Sie fordern 19.02.2026 Vizekanzler Klingbeil diskutiert in Bamberg über Zukunft der Auto- und Zuliefererindustrie Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil von der SPD war heute zu Gast in Bamberg. Der Wirtschaftsclub Bamberg und der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Sebastian Niedermaier hatten ihn zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Thema unter anderem: der Auto-Zuliefererstandort Bamberg und die anstehende Transformation. Klingbeil hält in der Debatte nichts von Schuldzuweisungen und Fehlersuche bei den jeweils anderen. Er fordert: Arbeitgeber, 03.02.2026 Bamberg: OB-Wahlkampfhilfe unter Genossen - Bundesverteidigungsminister Pistorius wirbt für Niedermaier Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius war heute zur Wahlkampfunterstützung des SPD-Oberbürgermeisterkandidaten Sebastian Niedermaier in der Bamberger Kongresshalle zu Gast. Pistorius hielt vor etwa 500 Interessierten eine Rede zu den Themen Verteidigung, Zivilschutz und Sicherheit. Pistorius warb dafür, Sicherheit ganzheitlich zu sehen und sich gegen Angriffe von innen und außen zu wappnen, um die Demokratie zu schützen. Neben 03.02.2026 Verteidigungsminister Boris Pistorius zu Gast in Bamberg: SPD-OB-Kandidat Niedermaier hat Muna-Gelände im Sinn Der Bamberger SPD-Oberbürgermeisterkandidat Sebastian Niedermaier wendet sich vor dem heutigen Besuch von Boris Pistorius in einem Brief an den Bundesverteidigungsminister. Der Inhalt: die mögliche Nutzung des Muna-Geländes in Bamberg durch die Bundeswehr und der Bedarf der Stadt Bamberg an Gewerbeflächen auf dem Areal. Die rund 20 Hektar große Fläche sei planungsrechtlich gesichert, auch die Bundesanstalt