Naturfilm-Pionier: Sielmann konnte Geschichten erzählen
So entstanden Bilder, die für viele Fernsehzuschauer in den 60er Jahren neu waren. Heinz Sielmann erkannte früh, welches Potential im damals noch jungen Fernsehen steckte, erklärt Michael Sutor: “Explizit kann man sagen, dass Sielmann die Fähigkeit besaß, Geschichten zu erzählen. Es reicht nicht nur, sich vor eine Tierart zu setzen und sie in ganz bestimmten Verhalten zu filmen, sondern man versucht es in einen erzählerischen Kontext zu setzen und das hat Sielmann ganz hervorragend gewusst und verstanden, schon sehr früh verstanden.”
Zunächst in Schwarz-Weiß, später in Farbe. 26 Jahre lang ist Sielmann das Gesicht von „Expeditionen ins Tierreich“. Seine Filme brachten die Zuschauerinnen und Zuschauer zum Staunen über Tiere und Natur. Ihre Wirkung ging aber auch darüber hinaus, wie Michael Sutor unterstreicht: “Viele, viele Menschen liebten seine Filme, haben sie angeguckt. Für viele war das auch der Startschuss, den Naturschutzaspekt in den Fokus zu nehmen und das haben sehr viele dann auch gemacht.”