Raumfahrt

Ministerin: Spectrum-Raketenstart noch im ersten Halbjahr

28. April 2026 , 15:54 Uhr

Auf der «Spectrum»-Rakete des Start-ups Isar Aerospace ruhen große Hoffnungen, um unabhängig von den USA Satelliten ins All zu schießen. Kommt es bald zu einem neuen Startversuch?

Nach dem Abbruch des Starts einer «Spectrum»-Rakete Anfang des Monats geht Bundesforschungsministerin Dorothee Bär von einem baldigen neuen Startversuch aus.

«Wir hoffen, dass der Start jetzt, wenn dann auch die technischen Herausforderungen behoben sind, innerhalb der nächsten Wochen auch stattfinden kann», sagte die CSU-Politikerin bei einem Besuch im norwegischen Tromsø auf dpa-Nachfrage.

Bär: Glaube ganz fest daran

Das Wetter müsse passen, die Technik müsse funktionieren. «Und deswegen würde ich mal sagen, ohne mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, dass es sicherlich noch im ersten Halbjahr auch passieren kann, wenn die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen sind».

Man sei in sehr engem Austausch mit Norwegen. Von der Sicherheitsseite spreche dem Ganzen nichts mehr entgegen, sagte Bär. «Und dann kommt eben die Technik dazu und dann noch Petrus und dann wird es funktionieren. Also ich glaube da ganz fest daran.»

Das deutsche Start-up Isar Aerospace hatte im vergangenen Jahr vom Raketenbahnhof auf der norwegischen Insel Andøya aus die Orbitalrakete «Spectrum» in den Himmel geschossen, die für den Transport erdnaher Satelliten in die Umlaufbahn gedacht ist. Nach nur 30 Sekunden stürzte sie ab.

Ein weiterer Testflug war Anfang des Monats wegen technischer Probleme vor dem Start abgebrochen worden. Geplante Startversuche waren zuvor bereits mehrmals verschoben worden – aus technischen Gründen, jüngst aber auch, weil ein norwegischer Fischer mit seinem Boot die Sicherheitszone nicht rechtzeitig verlassen hatte.

Europa bisher von Musk abhängig

Auf der «Spectrum», die bis zu einer Tonne Last transportieren kann, ruhen große Hoffnungen der europäischen Raumfahrtindustrie. Sie soll nach der Serienreife zivile und militärische Satelliten in erdnahe Umlaufbahnen wenige hundert Kilometer über dem Erdboden bringen.

Europa ist derzeit vor allem auf das US-Unternehmen Space X des Milliardärs Elon Musk angewiesen, um Satelliten ins All befördern zu können.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

26.05.2026 Giulia Gwinn verpasst letzte Spiele der WM-Quali Gegen Norwegen wollen die DFB-Frauen das WM-Ticket lösen. Warum die Spielführerin fehlt, wer zurückkehrt - und welche Angreiferin nur auf Abruf nominiert ist. 01.05.2026 Buckelwal-Konvoi bei einsetzender Dunkelheit in der Nordsee Widrige Wetterbedingungen verhinderten am Freitagmorgen den Plan, den an deutschen Küsten gestrandeten Buckelwal in die Nordsee zu bringen. Inzwischen ist der Konvoi wieder auf Kurs. 29.04.2026 Papst Leo XIII. mit eigenem Asteroiden Der Namensvetter des heutigen Pontifex ist für seine Soziallehre bekannt. Jetzt kreist ein Gestein mit seinem Nachnamen um die Sonne. Die Ehre wurde auch schon einem deutschen Papst zuteil. 26.05.2026 Das schätzt Schauspielerin Teresa Weißbach am Erzgebirge Im ZDF-«Erzgebirgskrimi» steht sie als Försterin den Ermittlern zur Seite, aber auch privat kehrt Teresa Weißbach immer wieder in ihre Heimat zurück. Was sie an der Region besonders schätzt.