Tarifabschluss

Mehr Geld für Beschäftigte im Einzelhandel

14. September 2026 , 18:05 Uhr

Trotz Pilotabschluss ziehen sich die Verhandlungen am Montag überraschend lange und stehen zwischenzeitlich kurz vor dem Scheitern - dann kommt es doch noch zu einer Einigung.

Die mehreren hunderttausend Beschäftigten im bayerischen Einzelhandel bekommen mehr Geld. Rückwirkend zum 1. August steigen die Löhne und Gehälter um 3 Prozent, wie der Handelsverband Bayern und die Gewerkschaft Verdi mitteilen. Zum 1. Mai kommenden Jahres geht es um weitere 2 Prozent nach oben.

Der Tarifabschluss mit einer Laufzeit von 25 Monaten war in der dritten Verhandlungsrunde erreicht worden, nach «harten und zähen Verhandlungen», wie die Arbeitgeberseite schreibt.

Knackpunkt Mindestentgeltlohn

Aus Teilnehmerkreisen heißt es, die Verhandlungen, die sich über insgesamt sieben Stunden zogen, hätten kurz vor dem Abbruch gestanden. Knackpunkt war dabei offenbar der tarifliche Mindestentgeltlohn. Hier gibt es nun laut Verdi eine Einigung, dass er bis Mai 2027 auf 14,90 Euro steigen soll. 

Dass die Verhandlungen sich so schwierig gestalteten, überraschte. Denn schon Ende August hatte es einen Pilotabschluss in Nordrhein-Westfalen gegeben, zwischenzeitlich zudem zwei weitere Einigungen in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Man habe einen Kompromiss erreicht, der die Unternehmen nicht überfordert und ihnen endlich Planungssicherheit gibt, sagt die Tarifgeschäftsführerin des Handelsverbands Bayern, Melanie Eykmann. «Begeisterung sieht ehrlicherweise anders aus. Aber Tarifpolitik ist kein Wunschkonzert.»

Quelle: dpa

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