Mehr als 60 Hinweise zu Tötungsdelikt in Unterfranken von 1986

30. November 2023 , 10:23 Uhr

Im Fall einer vor mehr als 37 Jahren in Unterfranken getöteten Frau sind nach einer Fernsehsendung mehr als 60 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Diese werden nun von den Ermittlern geprüft und bewertet, wie das Polizeipräsidium Unterfranken am Donnerstag in Würzburg mitteilte.

Ein Spaziergänger hatte die 24-jährige Eveline Höbler im Januar 1986 in Veitshöchheim bei Würzburg tot unweit ihres Arbeitsplatzes gefunden. Bis heute konnte kein Verdächtiger überführt werden. Am Abend vor der Entdeckung der Leiche war die 24-Jährige nach einem Kinobesuch mit einem Bus vom Hauptbahnhof Würzburg nach Veitshöchheim gefahren. Nachdem sie wohl erst zu Hause war, soll sie ihre Wohnung später aber noch einmal verlassen haben – wohin, ist unbekannt.

«Die Ermittler gehen davon aus, dass die junge Frau durch eine noch unbekannte Person aus ihrem sozialen Umfeld abgeholt wurde», hieß es am Donnerstag. «Es wird angenommen, dass es im weiteren Verlauf zum Geschlechtsverkehr gekommen ist und anschließend das Opfer getötet wurde.» Ob die Frau noch am Abend des 23. Januar 1986 oder erst am Folgetag starb, ist unklar. Mehr als 30 Messerstiche wurden später am Körper des Opfers festgestellt.

In der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY… Ungelöst» erläuterten die Ermittler unter anderem, dass die Tatwaffe, vermutlich ein größeres Messer, bis heute nicht gefunden worden sei. Zudem sei ein dunkelrotes Ledermäppchen mit Wohnungsschlüssel der 24-Jährigen seither verschwunden. In der Nähe des Leichenfundorts habe ein Aerosolspray für Asthmatiker gelegen, dessen Nutzer unbekannt sei.

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, haben das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Würzburg 10 000 Euro Belohnung ausgesetzt.

Das könnte Dich auch interessieren

29.04.2026 Nächste Schritte für Zukunft des Forchheimer Kellerwaldes Der Forchheimer Kellerwald soll fit für die Zukunft gemacht werden – der Stadtrat hat dafür gestern wichtige Beschlüsse gefasst. Künftig gelten feste Gestaltungsrichtlinien, die den historischen Charakter sichern und Weiterentwicklungen ermöglichen. Außerdem wird der Kellerwald planungsrechtlich neu eingeordnet und künftig wie ein eigener Stadtteil behandelt –Oberbürgermeister Uwe Kirschstein: „Wir sehen den Kellerwald als eigene Einheit 29.04.2026 Nähere Details zum Mega-Projekt Tiefensammler In der letzten Stadtratssitzung der auslaufenden Periode war heute Nachmittag der Tiefensammler in Bamberg ein großes Thema. Dabei handelt es sich vereinfachend gesagt um ein unterirdisches Kanalsystem zur Leitung und Steuerung von Ab- und Regenwasser. Das bisherige Abwassersystem im Bamberger Osten ist in die Jahre gekommen und soll in den kommenden Jahren durch ein neues 29.04.2026 „Fest der Vielfalt 2026“ gemeinsam gestalten Der Migrantinnen- und Migrantenbeirat der Stadt Bamberg sucht Mitmacher fürs „Fest der Vielfalt“. Organisationen, Vereine und Gruppen können sich aktiv beteiligen – etwa mit Infoständen, Essen oder Bühnenbeiträgen. Das Fest steigt am 18. Juli von 10 bis 18 Uhr auf dem Maxplatz – im Rahmen der Reihe „Bamberg.  Demokratisch.“. Unter dem Motto „Vielfalt ist unsere 29.04.2026 Eklat im Forchheimer Stadtrat In seiner Abschiedsrede hat Oberbürgermeister Uwe Kirschstein gestern den Verdacht öffentlich gemacht, dass ein aktuelles und künftiges Stadtratsmitglied hinter einem Fake-Account steckt, der im Kommunalwahlkampf beleidigende Kommentare verbreitet haben soll. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Beleidigung. Namen wurden nicht genannt, es gilt die Unschuldsvermutung. Im Stadtrat sorgte der Vorwurf für große Bestürzung, mehrere Politiker fordern Konsequenzen.