Neuer Fußball-Bundestrainer

Matthäus lobt Klopps Personalwahl - Effenberg mit Kritik

25. Juli 2026 , 05:35 Uhr

Lothar Matthäus findet positive Worte nach der ersten Pressekonferenz von Bundestrainer Jürgen Klopp. Stefan Effenberg hat dagegen eine Sache gestört.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat den neuen Fußball-Bundestrainer Jürgen Klopp für dessen Wahl der Assistenten gelobt. Dass der DFB-Chefcoach seinen bisherigen Berater Mark Kosicke mit zum Verband nimmt, sei keine Überraschung, schrieb Matthäus in einer Sky-Kolumne. «Kosicke und Klopp kennen sich in- und auswendig, Klopp hat seit Jahrzehnten hundertprozentiges Vertrauen in ihn», erinnerte der 65 Jahre alte Ex-Profi und fand: «Es ist gut, wenn jemand da ist, der Dinge aus einer anderen Perspektive sieht und mit dem man auch mal kontrovers diskutieren kann.»

Klopp (59) war am Freitag als neuer Bundestrainer des Deutschen Fußball-Bundes bestätigt worden. Als Co-Trainer fangen seine langjährigen Assistenten Peter Krawietz und Pepijn Lijnders sowie Sven Bender an. Über Klopps früheren Dortmund-Spieler Bender sagte Matthäus: «Er ist nah am Fußball dran und arbeitet sehr seriös. Er gehört einer anderen Generation an und hat eine eigene Denkweise.» Er könne dem fast 22 Jahre älteren Klopp andere Impulse geben, «weil er den Fußball anders sieht und näher dran an der Generation der Spieler ist, weil er sich im Nachwuchsfußball auch sehr gut auskennt».

Mit Mertesacker und Bender «gut aufgestellt»

Auch das Engagement von 2014-Weltmeister Per Mertesacker als künftiger Geschäftsführer Sport begrüßt Matthäus. Der langjährige Nachwuchsmanager des FC Arsenal und TV-Experte sei «jemand, der seinen Job sehr ernst nimmt und über den Tellerrand hinausblickt». Matthäus resümierte: «Mertesacker und Bender sind eher ruhige Gesellen und seriöse Arbeiter. Beide haben viel im Fußball erlebt, mit ihnen ist man gut aufgestellt.»

Matthäus mahnte nach der Pressekonferenz des DFB zur Vorstellung von Klopp aber auch: «Klopp hat alles gesagt, was man von ihm erwartet hat. Jetzt kommt es darauf an, wie es umgesetzt wird. Trotz seiner Ausstrahlung, seiner Persönlichkeit und seiner Erfolge wird auch er an Ergebnissen gemessen.»

Das hat Effenberg nicht gepasst

Auch Stefan Effenberg merkte an, dass Klopp seinen Worten Taten folgen lassen müsse. Als der Coach sagte, dass die Tür zur Nationalmannschaft für alle Spieler offen sei, war das «ein deutliches Signal», wie Effenberg bei T-Online sagte. «Denn damit hat er direkt das Leistungsprinzip unterstrichen – und dabei muss er auch unbedingt bleiben.»

Den früheren Nationalspieler gefielen bei Klopps erstem Auftritt allerdings nicht alle Kommentare. «Dass er bei seiner Vorstellung direkt mit seinem Abschied gedroht hat, sobald man seine Familie nicht in Ruhe lässt – das hat nicht wirklich gepasst», bemerkte Effenberg. «Aber so ist Jürgen Klopp nun mal.»

Quelle: dpa

 

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