Journalismus

Marietta Slomka warnt vor Verhältnissen wie in den USA

29. Januar 2026 , 05:00 Uhr

Moderatorin Marietta Slomka sieht die Entwicklungen der Medien in den USA als Warnsignal. Sie hofft, dass es hierzulande nicht ähnlich kommt. «Das ist eine Sorge, die ich wirklich habe.»

Die ZDF-Journalistin und «heute journal»-Moderatorin Marietta Slomka warnt vor US-ähnlichen Verhältnissen in der deutschen Medienlandschaft. «In den USA sagt es sehr viel über die politische Haltung aus, ob man CNN oder Fox News schaut. Diese Form der Fragmentierung halte ich für hochproblematisch», sagte die 56-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. «Ich hoffe sehr, dass wir uns in Deutschland nicht in diese Richtung bewegen.» Das sei eine Sorge, die sie wirklich habe.

Der Sender Fox News in den USA gilt als rechtskonservativ und ist der Lieblingssender von US-Präsident Donald Trump. CNN dagegen steht Trump kritisch gegenüber.

Slomka betonte vor diesem Hintergrund, dass sie es für einen großen Wert halte, dass es in Deutschland – zum Beispiel mit dem «heute journal» – immer noch Formate gebe, die nicht in eine bestimmte politische Bubble sendeten, sondern ein sehr breites Publikum erreichten. «Mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, Meinungen und Erwartungen», so Slomka.

Zugleich schilderte sie ein bestimmtes gesellschaftliches Klima. «Wir erleben eine starke Polarisierung der Gesellschaft, die durch Clickbaiting, Emotionalisierung und Personalisierung ständig befeuert wird», sagte Slomka. «Und das auch ganz bewusst, gerade von populistischen Kräften.»

Die Journalistin präsentiert seit 2001 als Moderatorin das «heute journal» im ZDF. An diesem Donnerstag (29. Januar) jährt sich ihr Debüt bei dem Nachrichten-Flaggschiff zum 25. Mal.

Quelle: dpa

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