Für befreundeten Häftling

Mann soll vier Handys im Po in Gericht geschmuggelt haben

11. Februar 2026 , 12:25 Uhr

Beim Einlass in ein Amtsgericht in Ansbach fällt den Mitarbeitern ein nervöser junger Mann auf. Nach seinem Gang aufs Klo findet ein Justizbeamter schnell den Grund für sein auffälliges Verhalten.

Ein Mann soll mehrere Handys in seinem Po für einen befreundeten Häftling in ein Gericht geschmuggelt haben. Der 25-Jährige sei dem Personal am Amtsgericht Ansbach schon beim Einlass durch besonders nervöses Verhalten aufgefallen, teilte die Polizei mit. Nachdem bei der Sicherheitskontrolle nichts Auffälliges gefunden wurde, sei er ins Gebäude gelassen worden – und dort direkt aufs Klo gegangen.

Den Grund für den eiligen Toilettenbesuch fand ein Justizbeamter den Angaben zufolge nur kurze Zeit später: Er entdeckte in einer Klopapierrolle versteckt insgesamt vier in Kondome verpackte Handys. Als Polizisten den 25-Jährigen damit konfrontierten, gab er den Beamten zufolge zu, die Handys in seinem Po ins Gericht geschmuggelt zu haben.

Die Geräte seien für einen befreundeten Häftling bestimmt gewesen, sagte der Mann demnach. Allerdings habe es an dem Gericht zu dieser Zeit keine Verhandlung in einem Fall gegeben, an dem ein Beschuldigter mit Bezug zu dem 25-Jährigen beteiligt gewesen wäre.

Die Handys stellte die Polizei trotzdem sicher, gegen den 25-Jährigen werde wegen einer Ordnungswidrigkeit ermittelt.

Quelle: dpa

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