Zwangsabstieg aus 3. Liga

«Löwen»-Beschwerde beim DFB? Mitgliederversammlung naht

18. Juni 2026 , 16:55 Uhr

Der TSV 1860 München kämpft um seine Zukunft. Angeblich wenden sich die «Löwen» wegen des Drittliga-Abstiegs auch an den Deutschen Fußball-Bund.

Der TSV 1860 München setzt sich gegen den Abstieg aus der 3. Fußball-Liga zur Wehr. Wie die «Bild» berichtet, haben die «Löwen» Beschwerde beim Deutschen Fußball-Bund eingelegt. Demnach soll zeitnah vor dem DFB-Bundesgericht eine mündliche Verhandlung angesetzt werden. Dann soll darüber entschieden werden, ob der Nachweis des Geldes, das Investor Hasan Ismaik (48) bereitgestellt haben soll, doch gelten könnte.

Reelle Chance auf Drittliga-Klassenverbleib?

Laut «Bild» und «Süddeutscher Zeitung» wurde der Weg wohl auch gegangen, um sich haftungsrechtlich abzusichern, um alles für die finanzielle Rettung versucht zu haben. Die Erfolgsaussichten sind aus sportrechtlicher Sicht offenbar aber gering, weil der TSV 1860 die Frist nicht eingehalten hat, zu der der Millionenbetrag zur Sicherung der Lizenz nötig gewesen wäre. Der Traditionsverein äußerte sich nicht zur angeblichen Beschwerde. Vom angefragten DFB gab es zunächst ebenfalls keine Reaktion.

Der Spielbetriebsgesellschaft, an der Investor Hasan Ismaik und der Stammverein beteiligt sind und unter der bislang sämtliche Profi-Aktivitäten gebündelt waren, droht die Insolvenz. Es gibt auch Vermutungen, dass der Verein den bei Fans unbeliebten Geldgeber so loswerden will.

Mitgliederversammlung am Sonntag

Falls der dem Vernehmen nach unwahrscheinliche Fall einer Drittliga-Rettung nicht eintritt, könnte der Neustart in der Regionalliga erfolgen. Dazu können die Weichen bei der Mitgliederversammlung am Sonntag gestellt werden. Das Training für die neue Saison hatten die Münchner am Montag wieder aufgenommen.

Über angebliche Verhandlungen zwischen Stammverein und Investor Hasan Ismaik, dass dieser dessen Anteile zurückerhalten und den Investor mit der Hilfe von Mitgliedern, Fans und Sponsoren auszahlen könnte, berichtete am Donnerstag die «Abendzeitung»: Der bislang angebotene kolportierte einstellige Millionenbetrag soll Ismaik aber angeblich zu gering gewesen sein.

Quelle: dpa

 

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