Nach dem Gewaltverbrechen an zwei Bewohnern eines Asylbewerberheims in Augsburg hat der Täter die Leichen in einem Müllcontainer versteckt. Wie die Polizei berichtete, hatten die Beamten die beiden Toten dort entdeckt, nachdem am Montag ein 54 Jahre alter Bewohner des Flüchtlingsheims vermisst gemeldet worden war. Zuvor hatte die «Augsburger Allgemeine» darüber berichtet, dass die Opfer in dem Container lagen.
Ein 29-Jähriger sitzt wegen des Verbrechens aufgrund des Verdachts des zweifachen Totschlags in Untersuchungshaft, er war einen Tag nach der Tat am Dienstag in München festgenommen worden. Der 29 Jahre alte Syrer soll früher mit dem 54-jährigen Iraker in einem Zimmer der Unterkunft gewohnt haben. Auch das zweite Todesopfer, ein 39 Jahre alter Syrer, soll in dem Heim gelebt haben.
«Die genauen Vorbeziehungen der Beteiligten untereinander sind aktuell Gegenstand der laufenden Ermittlungen», teilte die Polizei mit. Die Ermittler sagen weiterhin nichts zu einem möglichen Motiv und dazu, wie die beiden Männer umgebracht worden sind.
Das Asylbewerberheim wurde vorübergehend geschlossen, die weiteren Bewohner auf andere Unterkünfte verteilt. Im Umfeld des Tatorts will die Kripo weiterhin nach Spuren suchen. Dabei sollen auch Diensthunde helfen.
Quelle: dpa