Die Marktgemeinde Hirschaid hat sich jüngst gegen einen gemeinsamen Windpark mit Altendorf entschieden – zu nah an der Bebauung, sagten Kritiker. Ganz anders sieht es bei einem Projekt der Lebenshilfe aus: Gemeinsam mit den Stadtwerken Bamberg will sie auf dem ehemaligen Munitionsgelände in Rothensand zwei Windräder bauen. Der Standort erfüllt alle Vorgaben, sagt der Geschäftsführer der Lebenshilfe, Günther Hofmann:
„Wir sind einer der wenigen oder der einzige Standort, der entsprechend weit von Wohnbebauung entfernt ist und der, unseres Wissens, die Auflagen des Planungsverbandes erfüllt. Keine Rodung von Wald, vorhandene Stromanschlüsse, keine Flächen zu versiegeln. Alles Punkte, die für eine nachhaltige Nutzung, aber auch für eine ökologische Nutzung sprechen.“
Sogar Windkraftgegner zeigen sich hier aufgeschlossen, sagt Hofmann. Für die Lebenshilfe ist das Projekt existenziell:
„Es ist für uns eine einmalige Chance, diese Defizite durch die Einnahmen aus der Windkraftenergie zu nutzen bzw. die Defizite zu minimieren und auch nachhaltig den Weiterbetrieb dieser Beratungs- und Frühförderstelle sicherzustellen.“
Mit den Einnahmen könnte die Lebenshilfe ihre Beratungs- und Förderstellen finanzieren. Über das Projekt entscheidet nun der Regionale Planungsverband.