Biopic über Stardesigner

Leben von Giorgio Armani wird verfilmt – Regisseur an Bord

02. Juli 2026 , 02:35 Uhr

Im vorigen September starb Giorgio Armani mit 91 Jahren. Nun soll das Leben des italienischen Modedesigners verfilmt werden. Ein vielfach ausgezeichneter Regisseur aus Dänemark ist dabei.

Zehn Monate nach dem Tod von Giorgio Armani ist ein Regisseur für ein Biopic über das Leben des italienischen Modemachers gefunden. Der dänische Filmemacher Bille August (77, «Das Geisterhaus») soll «Armani: The King of Fashion» inszenieren, wie die Branchenblätter «Hollywood Reporter» und «Deadline» berichteten. 

Als Filmproduzent ist Andrea Iervolino («Ferrari») an Bord. August sei ein Regisseur, der die seltene Gabe besitze, «die Menschlichkeit hinter der Größe» zu offenbaren, sagte der Produzent in einer Mitteilung. Seine filmische Arbeit zeichne sich durch «Eleganz, emotionale Intelligenz und eine bemerkenswerte Hochachtung für die Leben, die er porträtiert» aus. Über die Rollenbesetzung wurde zunächst nichts bekannt.

Stardesigner von Weltruf

Der Stardesigner Giorgio Armani war am 4. September im Alter von 91 Jahren gestorben. Armani hatte zunächst als Schaufensterdekorateur und Einkäufer bei der Kaufhauskette «La Rinascente» gearbeitet. So lernte er 1964 den Altmeister der italienischen Herrenmode kennen, Nino Cerruti. Mitte der 1970er Jahre gründete Armani mit seinem Lebensgefährten Sergio Galeotti eine eigene Firma: die Giorgio Armani SpA. Das war die Keimzelle eines Konzerns, der heute viele Milliarden wert ist. Seit Galeottis frühem Tod 1985 gehörte das Unternehmen Armani allein. 

Armani gehörte jahrzehntelang zu den wichtigsten Modemachern der Welt. In Hollywood gelang ihm 1980 der Durchbruch, indem er Richard Gere als «American Gigolo» («Ein Mann für gewisse Stunden») einkleidete. Auf der Leinwand folgten Kevin Costner («Die Unbestechlichen»), Tom Cruise («Mission Impossible») und Leonardo DiCaprio («Wolf of Wall Street»). 

Preisgekrönter Regisseur

Regisseur August wurde 1987 mit der Verfilmung des Literaturklassikers 
«Pelle, der Eroberer» international bekannt. Der Film holte unter anderem den Auslands-Oscar und bei den Festspielen in Cannes die Goldene Palme. Auch sein Film «Die besten Absichten» gewann den Hauptpreis in Cannes. Weitere Erfolge hatte er mit «Das Geisterhaus» nach dem Roman von Isabel Allende, mit der Bestseller-Verfilmung «Fräulein Smillas Gespür für Schnee» und mit «Goodbye Bafana» über Nelson Mandela und seinen Gefängniswärter.

Quelle: dpa

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